Thüringen-Wahl: Rentner retten Ramelow

Die Senioren haben der Linken den Wahlsieg gebracht und Bodo Ramelow gerettet. In allen anderen Altersgruppen liegt die AfD vorne.

Von Marco Maier

Bei den Nachwahlbefragungen der Forschungsgruppe Wahlen stellte sich heraus, dass die Wähler über 60 schlussendlich dafür sorgten, dass die Linke stärkste Kraft in Thüringen wurde. In allen anderen Altersgruppen liegt die AfD auf dem ersten Platz.

Bei den Wählern unter 30 kommt die AfD beispielsweise auf 24 Prozent, die Linke landet hier mit 22 Prozent nur auf den zweiten Platz. Mit 11 Prozent verzeichnen die Grünen in dieser Altersgruppe den besten Wert, während nur 13 Prozent die CDU wählten.

Im Alterssegment 30 bis 44 ist die AfD mit 28 Prozent mit Abstand stärkste Kraft vor Linken und CDU, die beide jeweils 22 Prozent erhalten. Auch in der Gruppe der 45- bis 59-jährigen liegt die AfD mit 28 Prozent knapp vor der Linken, die 27 Prozent erhielt. Auch hier kann die CDU nur 22 Prozent verbuchen.

Doch ein Blick auf die Wähler ab 60 Jahren zeigt, dass sie schlussendlich Bodo Ramelow „den Arsch gerettet“ haben: 40 Prozent der Wähler in dieser Altersgruppe gaben der Linken die Stimme, immerhin 24 Prozent der CDU. Die AfD konnte hier nur 16 Prozent der Wähler begeistern.

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Bei den Selbstständigen liegt die CDU (29 Prozent) vorne, gefolgt von der AfD (26 Prozent) und der Linken (21 Prozent). Die Beamten wählten vor allem CDU (28 Prozent) und Linke (27 Prozent), während die AfD dort nur 14 Prozent für sich gewinnen konnte. Bei den Angestellten hat die Linke mit 32 Prozent die Nase vorn, gefolgt von CDU (21 Prozent) und AfD (18 Prozent).

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Sowohl die Linke (30 Prozent) als auch die AfD (29 Prozent) können sich in Thüringen als „Arbeiterpartei“ bezeichnen. Selbst die CDU (21 Prozent) konnte mehr Arbeiter für sich gewinnen als die SPD, die dort mit 7 Prozent sogar einen geringeren Anteil verbuchen konnte als bei den Angestellten (9 Prozent) oder Beamten (11 Prozent).

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3 Kommentare

  1. In Erfurt kam es während der Auszählung im Rathaus zu zwei unnötigen Feueralarmen. Möglicherweise konnte dadurch die FDP mit ca. 150 Stimmen mehr als nötig knapp die 5 % Hürde nehmen. Weil gegen rechts mehr erlaubt sein muss.

  2. Die Mauermörderpartei hat die Satzung für Strassenbau geändert/abgeschafft. CDU/SPD hat jeden Hausbesitzer abkassiert der ein Haus an einer Strasse hat. Das ging soweit das Hausbesitzer Kredite aufnehmen mussten um die Rechnungen für Strassenbau vor der Haustür zu bezahlen. Manchen wurde gesagt sie sollen ihr Haus verkaufen. Das hat Wellen geschlagen wie man am Wahlergebnis zum Nachteil der arroganten CDU/SPD sehen kann.

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