Damaskus gibt kurdischen Kräften die Schuld am Einmarsch der Türkei im Nordosten Syriens.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Beamte des syrischen Außenministeriums deuteten an, dass sie beabsichtigen, in Zusammenhang mit dem Grenzübertritt türkischer Bodentruppen nach Nordsyrien gegen „eindringende ausländische Streitkräfte“ vorzugehen, dass sie jedoch nicht beabsichtigen, dabei mit der kurdischen YPG zu verhandeln.

Der stellvertretende Außenminister Faisal Maqdad sagte, dass die Streitkräfte mit ihrer separatistischen Agenda Syrien verraten hätten, und fügte hinzu, dass Syrien „Agenten Washingtons auf syrischem Gebiet“ keinen Halt verschaffen würde.

Zu Beginn des Krieges hatten die kurdischen Streitkräfte bei der Herstellung von Beziehungen zur Regierung Assad Fortschritte gemacht. Die USA lehnten das jedoch vehement ab und überzeugten die Kurden, sich zurückzuziehen. Nun, es scheint, dass diese Tür geschlossen ist.

In der Tat legte Maqdad nahe, dass die syrische Regierung die kurdischen Streitkräfte für die Invasion der Türkei verantwortlich macht, indem er sagte, dass die kurdischen Streitkräfte sich geweigert haben, die Verteidigung früherer von der Türkei bedrohter Gebiete an die syrische Armee zu übergeben, und das auch jetzt wieder im Nordosten tun.

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Die YPG war nicht offen sezessionistisch und hatte zuvor angedeutet, dass das Ziel eine gewisse Autonomie in einem föderalisierten Syrien sei. Die USA lehnten dies jedoch ab und rieten den Kurden davon ab, irgendwelche der Verbindungen herzustellen, um diese Angelegenheit zu klären.

Einige Berichte deuteten darauf hin, dass die YPG vor der Wahl stand, entweder Assads Unterstützung zu suchen oder der Türkei schnell nachzugeben. Bislang scheint nichts davon zu geschehen, und die Kurden sprechen immer noch von einem „umfassenden Krieg“ gegen die Türkei.

Als kurdische Politiker Anfang dieser Woche andeuteten, dass sie Verbindungen zu Russland suchen könnten, begünstigte dies wahrscheinlich US-Funktionäre, die sich immer noch für eine amerikanische Beteiligung aussprechen. Wenn Syrien tatsächlich nicht die Absicht hat, mit ihnen zu reden, dann ist es praktisch undenkbar, dass Russland das tun und Syrien in den Rücken fallen wird.

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2 thoughts on “Syrien wird nicht mit kurdischen ‚Agenten Washingtons‘ reden”

  1. Was gesagt wird und was getan wird, sind zwei Paar Schuhe.
    Gerade in der Außen- und Geopolitik ist der Doppelsprech Gang und Gebe. Auch wenn die Kurden mit den Amis auf’s falsche Pferd gesetzt haben und die Syrier daher verständlicherweise angepisst sind, können sie es sich eigentlich nicht leisten, die Kurden zu vergrätzen. Dafür ist diese Volksgruppe zu groß und militärisch auch recht stark.

    Aber zu billig wird man es ihnen auch nicht geben, soviel steht fest. Und so interpretiere ich auch die Kommentare der Syrischen Regierung.

  2. Die Kurden waren schon immer ein kriegerisches Volk ohne eigenes Land. Streuner der Wüste, ohne Verlässlichkeit in der Partnerschaft mit den Kriegsbündnissen, da sie immer käuflich waren. Eine kriminelle Volksgemeinschaft die keiner mag, eben wie Zigeuner. Die Fähigkeit Errungenschaften für sich politisch günstig zu deichseln, ist ihnen nicht in die Wiege gelegt worden. Ein queres und armseliges Völkchen.
    Die schießen sich sich selber ins Aus.

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