Syrien-Flüchtlinge: Ein Drittel sind Kurden

Laut BAMF sind rund ein Drittel aller in Deutschland lebenden syrischen Asylbewerber Kurden. Rund die Hälfte sind Araber. Der Kurdenkonflikt breitet sich auch in die Bundesrepublik aus.

Von Michael Steiner

Deutschland erlebte in den letzten Jahren einen starken Zufluss an Asylbewerbern aus Syrien. Angesichts des nun stattfindenden türkischen Einmarsches im Nachbarland stellte sich die Frage nach der ethnischen Zusammensetzung der in Deutschland Zuflucht suchenden Syrer.

Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) der „Welt“ mitteilte, ist demnach jeder dritte syrische Asylbewerber kurdischer Ethnizität. So stellte sich im ersten Halbjahr 2019 „die Aufteilung der syrischen Erstantragstellenden nach Volkszugehörigkeit wie folgt dar“: 31 Prozent (5.966 Personen) hätten angegeben, Kurden zu sein, und 56 Prozent Araber. Bei 12,3 Prozent sei die Volkszugehörigkeit unbekannt, 0,2 Prozent seien Palästinenser und 0,8 Prozent Sonstige.

Im Jahr 2018 waren von den syrischen Asylbewerbern laut BAMF 31 Prozent Kurden (13.736), 2017 waren es 36 Prozent Kurden (17.778), 2016 29 Prozent (77.213) und im Jahr 2015 25 Prozent (39.506). Das heißt, dass seit dem Jahr 2015 mehr als 150.000 syrische Kurden nach Deutschland kamen. Zum Vergleich: Unter den rund 3,5 Millionen aus der Türkei stammenden Menschen in Deutschland sollen sich Schätzungen zufolge ebenfalls rund ein Drittel – also mehr als 1,1 Millionen Menschen – Kurden befinden.

Die umfangreiche Zuwanderung aus der Region führt allerdings auch dazu, dass es immer wieder zu Konflikten zwischen den Ethnien in Deutschland kommt. Vor allem der türkisch-kurdische Konflikt führt immer wieder zu öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen den Angehörigen beider Völker. Dies wird laut der Zeitung auch vom Bundeskriminalamt (BKA) beobachtet.

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