Big Pharma hat ein ganz tolles Geschäftsmodell entwickelt: Erst macht man die Menschen süchtig, dann erhöht man die Preise.

Von Mac Slavo / SHTF Plan

Das Geschäftsmodell von Big Pharma funktioniert hervorragend … für sie. Sie machen Milliarden, indem sie die Leute von ihren Drogen abhängig machen und dann die Preise in einigen Fällen um bis zu 667 Prozent zu erhöhen.

Laut ARS Technica zeigen neue Daten zu Arzneimittelpreisen in den USA massive und beeindruckende Steigerungen. Der Preis eines Arzneimittels ist um satte 667 Prozent gestiegen. Diese Preiserhöhung liegt weit über den Inflationskosten. Arzneimittelhersteller sind in den USA gesetzlich verpflichtet, ihre Preiserhöhungen vierteljährlich zu melden. Dies ist der erste Bericht des neuen Gesetzes, der Daten zu Arzneimitteln enthält, deren Preis um 16 Prozent oder mehr über dem Preis vom Januar 2017 lag. Die Arzneimittelhersteller müssen auch begründen, warum sie die Kosten in die Höhe treiben.

Eine flüssige Form von Prozac als Generika verzeichnete einen starken Preisanstieg. Fluoxetin, das Generikum von Prozac, stieg bereits im ersten Quartal 2019 von 9 auf 69 US-Dollar – ein Anstieg um 667 Prozent. Als Grund wurden neue Produktionskosten angegeben. Ebenso stieg ein weiteres Generikum zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Guanfacin, im ersten Quartal 2019 von 29 auf 87 US-Dollar, was einem Anstieg von mehr als 200 Prozent entspricht. Der Hersteller von Guanfacine, Amneal Pharmaceuticals, nannte auch die Produktionskosten als Grund für den Anstieg sowie die „Marktbedingungen“.

Diese Daten zeigen, dass es Big Pharma auch dann egal ist, wenn Menschen über die Kosten von Medikamenten besorgt sind. Anstatt zu versuchen, ihre Produkte besser, weniger süchtig und billiger zu machen, verdienen sie mehr Geld, indem sie das Gegenteil tun und die Menschen davon überzeugen, dass diese Medikamente notwendig sind.

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Anthony Wright, der Geschäftsführer der kalifornischen Interessenvertretung Health Access, erklärte KHN, dass dies ein Problem sei. „Selbst zu einer Zeit, in der es in dieser Branche ein Mikroskop gibt, treiben die [Arzneimittelhersteller] Preiserhöhungen für Hunderte von Arzneimitteln voran, die deutlich über der Inflationsrate liegen“, sagte Wright.

Das Gesetz zur Berichterstattung über Arzneimittelpreise steht ebenfalls vor Herausforderungen. Der Pharmakonzern PhRMA hat eine Klage eingereicht, um das kalifornische Gesetz zu stürzen, und unterstützt die Lobbyarbeit von Big Pharma und ihre tiefen Taschen. Anfang dieses Monats hat der Bundesstaat Nevada Bußgelder gegen Arzneimittelhersteller verhängt, weil diese gegen das im Jahr 2017 verabschiedete Arzneimittelpreisgesetz verstoßen haben.

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2 thoughts on “Sucht & Preiserhöhungen – Big Pharmas Geschäftsmodell”

  1. Deshalb wurden ja die Krankenkassen zur „Zwangseinrichtungen“ gemacht. Bei einer freiwilligen Mitgliedschaft könnte eben nicht soviel abgezockt werden.

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