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Deutschland trägt aus den Russland-Sanktionen jährlich einen Schaden von rund acht Milliarden Dollar davon, so eine Studie.

Von Marco Maier

Anstelle sich einer eigenständigen und souveränen Außen- und Wirtschaftspolitik zu widmen, hat die deutsche Politik aus Bündnistreue zur USA und den Transatlantikern in Brüssel die Sanktionen gegen Russland nicht einfach nur mitgetragen, sondern auch unterstützt. Und das im Wissen darum, dass man damit die Beziehungen zu Moskau verschlechtert und dazu noch die eigene Wirtschaft schädigt.

Wie eine Studie mit dem Titel „Friendly Fire: The Trade Impact of the Russia Sanctions and Counter-Sanctions“ die in der Fachzeitschrift Economic Policy erschien, feststellt, trägt die Bundesrepublik von allen westlichen Nationen den größten Schaden dieser unverantwortlichen und zukunftsfeindlichen Politik. Die USA hingegen treiben ohnehin nicht so viel Handel mit Russland und haben sich selbst zudem in Schlüsselbereichen Freibriefe erteilt.

Seit dem Jahr 2014, als die ersten Sanktionen (und Gegensanktionen Russlands) verhängt wurden, haben die westlichen Länder rund 45 Prozent, Russland 55 Prozent des Schadens zu tragen. Deutschland, welches 38 Prozent des EU-weiten Schadens zu tragen hat, muss demnach eine Belastung von rund 8 Milliarden Dollar jährlich – oder durchschnittlich 667 Millionen Dollar tragen.

Bereits im Jahr 2017 wurde festgestellt, dass infolge der Russland-Sanktionen in der ganzen EU rund 400.000 Arbeitsplätze verloren gingen. Inzwischen dürften es wohl schon mindestens 500.000 sein. In Zeiten, in denen die deutsche Wirtschaft ohnehin schon an der Rezession vorbeischrammt, ist das Festhalten an diesen „Strafmaßnahmen“ geradezu grob fahrlässig.

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