Der ungarische Ministerpräsident Victor Orban beim Kongress der EVP in Malta am 30. März 2017 - Bild: Flickr / European People's Party CC BY 2.0

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, dass „wenn der türkische Präsident Erdogan sein Versprechen einhält, die Grenzen zu ‚öffnen‘ und Europa mit Migranten zu ‚fluten‘, würde Ungarn gezwungen sein, an seiner südlichen Grenze Gewalt anzuwenden, um die Europäische Union zu schützen.

Via Voice of Europe

„Wenn in der Türkei weitere Hunderttausende zusätzlich (zu bestehenden Migrantenströmen) aufbrechen, dann müssen wir Gewalt anwenden, um die ungarische Grenze und die serbisch-ungarische Grenze zu schützen. Und ich wünsche niemandem, dass wir darauf zurückgreifen müssen“, sagte Orbán.

2015 errichtete Orbán an der südlichen Grenze Ungarns zu Serbien einen Zaun, um dem Schlepperunwesen entlang der Balkan-Migrationsroute ein Ende zu bereiten, nachdem Hunderttausende von Migranten aus der Dritten Welt während der sogenannten Flüchtlingskrise/Migrationskrise, aus dem Nahen Osten nach Westeuropa gekommen waren.

Die Türkei hält jetzt die Waffe an den Kopf der EU. Erdogan und andere hochrangige Regierungsvertreter drohen ständig, Europa mit den derzeit fast 4 Millionen in der Türkei befindlichen Migranten aus dem Nahen Osten, zu überschwemmen.

Im August erklärte der türkische Innenminister Süleyman Soylu:

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„Wir stehen vor der größten Migrationswelle in der Geschichte. Wenn wir die Schleusen öffnen, kann keine europäische Regierung mehr als sechs Monate überleben. Wir raten ihnen, unsere Geduld nicht zu prüfen.“

Letzte Woche drohte Erdogan nach der weitverbreiteten Kritik an dem militärischen Einmarsch der Türkei in Nordost-Syrien aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten erneut, die Tore zu öffnen. Erdogan sagte während seiner Rede vor dem türkischen Parlament:

„Wir werden die Tore öffnen und 3,6 Millionen Flüchtlinge auf ihren Weg schicken.“

Nach den Drohungen der Türkei forderte der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis die NATO nachdrücklich auf, ihre Marinepatrouillen in der Ägäis zu verstärken, um einen Ansturm illegaler Migranten auf Griechenland zu verhindern.

Diese Woche sagte Orbán in einem Interview mit ungarischen Staatsmedien:

„Die nächsten Wochen werden entscheiden, was die Türkei mit diesen Menschen macht. Es kann sie in zwei Richtungen lenken: nach Syrien zurück oder sie brechen nach Europa auf.“

Letzteres ist wahrscheinlicher, denn das Migrantenleben in einem EU-Sozialstaat ist sicher um Dimensionen besser als im durch Krieg zerstörten Syrien. Die Frage nach dem wohin, stellt sich fast nicht.

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Gespannt darauf darf man sein, wie die Gespräche der beiden Regierungschefs ausgehen werden, denn Erdogan wird Anfang November in Budapest bei Orbán auf Staatsbesuch erwartet.

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4 KOMMENTARE

  1. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán – nüchtern.
    Damit ist alles gesagt was noch zu sagen ist.
    Die Leute in den jeweiligen Staaten selbst, haben aber über Wahlen bereits entschieden, was sie kriegen werden. Da die Probleme rund um die Sozialnomaden ja nicht neu sind, gibt es hinterher keine Ausrede mehr.
    Auf alles folgt eine Quittung, auch auf die grenzenlose Dummheit.

  2. Der Typ aus Anatolien ist bereits Geschichte, das weiß er auch und um einer Verurteilung zu entgehen entfaltet er sich noch, in der Hoffnung das Unvermeidliche aufzuhalten, denn seine Feinde sind groß an der Zahl, die noch gerne mit ihm abrechnen würden und das wird ihm zum Verhängnis.

  3. Dänemark macht vor, wie’s läuft: Ausbürgerung von IS-Kämpfern beschlossen

    Kopenhagen / Berlin – Dass es auch andere Formen des Umgangs mit dschihadistischen Mordtouristen gibt, als sie unter riesigem Aufwand unbedingt in ihre europäischen Heimatländer zurückzuholen, um ihnen hier einen „rechtstaatlichen“ Prozess zu machen – das beweist aktuell Dänemark: Während Berlin sich rührend um die Heimholung von IS-Killern mit deutscher Staatsbürgerschaft sorgt, beschloss das Parlament in Kopenhagen ein Gesetz, das die Aberkennung der dänischen Staatsbürgerschaft bei „Mitgliedern einer ausländischen Terrororganisation“ erlaubt – ohne Gerichtsurteil….ALLES LESEN !!

    Jutta kommentiert

    Solange in unserem Land eine selbsternannte Ober- Kaste unter Führung eine der grössten Polit- Dilettanten unserer Historie mit ihren Freßtrog- fixierten Hofschranzen regiert, wird sich auch absolut nichts ändern!

    Wir wissen ja noch nicht einmal, wer sich genau seit 2015 in unserem Land aufhält – ergo weiß auch niemand, wie viele IS- Dschihadisten wir mittlerweile in unserem Land beherbergen.

  4. Islamische Werbung gegen Christen und Juden in der Türkei

    Ankara/Köln – Für unsere schizoiden Gutmenscheliten, die sich seit Jahrzehnten in die eigene Tasche lügen, müssen diese Plakate ein schmerzhafter Tritt in ihr blauäugiges Gesicht sein. Laut einem Bericht des islamhörigen katholischen Kirchensenders Domradio hängen an vielen Bushaltestellen mitten in der Türkei Plakate mit Koran-Versen, die Moslems davon abraten, sich mit Christen oder Juden anzufreunden. Die sollen nur als Dhimis und Lohnsklaven in die Krankenkassen anatolischer Großfamilien einzahlen und sich als „Köterrasse“ beschimpfen lassen. Aufgehängt wurden die Plakate im Auftrag der örtlichen Regierungspartei AKP. Auch die DITIB in Deutschland hetzt gegen Juden und Christen, wie sogar ein ARD-Beitrag bestätigt..

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