Zwei F-15E "Eagle Strike". U.S. Air Force Photo by Major Gary

Die Vereinigten Staaten haben ihren eigenen Munitionslagerungsbunker in einer Basis in Nordsyrien bombardiert, nachdem amerikanische Truppen das Gelände vor einer türkischen Offensive in der Region geräumt hatten.

Von Redaktion

US-Oberst Myles Caggins, ein Sprecher der US-geführten Militärkoalition, die angeblich gegen den „Islamischen Staat“ kämpfte, twitterte am Mittwoch, dass zwei Kampfjets auf eine Zementfabrik abgezielt hätten, die als Koordinierungszentrum für die Allianz und die kurdischen Militanten in Syrien diente.

Vor dem Luftangriff habe „das gesamte Personal der Koalition und die notwendige taktische Ausrüstung“ das Militärgelände verlassen, das sich zwischen der syrischen Stadt Ayn al-Arab, auch bekannt als Kobani, und der Stadt Ayn Issa befindet.

Am 16. Oktober, nachdem das gesamte #Coalition-Personal und alle wichtigen taktischen Ausrüstungsgegenstände abgereist waren, führten zwei F-15E der Koalition erfolgreich einen vorgeplanten Präzisionsluftangriff in der Lafarge Zementfabrik durch, um ein Munitionslager zu zerstören und den militärischen Nutzen der Einrichtung zu verringern.

Loading...

Am Dienstag teilte Caggins Fox News mit, dass die kurdisch geführten syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) „ihre Einrichtungen und Ausrüstung in Brand gesetzt und dann geräumt“ hätten, als „Milizen mit türkischer Unterstützung in Richtung der Lafarge-Zementfabrik (LCF) vorrückten“.

„Unsere Priorität ist es, die verbleibenden Koalitionstruppen der LCF zu schützen, da mehrere Kräfte im Nordosten Syriens zusammenlaufen“, sagte er. „Die Koalitionsstreitkräfte führen einen bewussten Rückzug aus Nordost-Syrien durch.“

Der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger aus Illinois verurteilte US-Präsident Donald Trump wegen der Bombardierung des Waffenlagers.

Unterdessen berichtete CNN, dass der Luftangriff verhindern soll, dass Munition und andere Ausrüstung in die Hände der von der Türkei unterstützten bewaffneten Gruppen fallen.

Ein namenloser amerikanischer Verteidigungsbeamter teilte CNN mit, dass sich zum Zeitpunkt des Luftangriffs keine anderen Streitkräfte in der Nähe befänden.

Ein hochrangiger US-Militärbeamter erklärte CNN auch, die US-Streitkräfte in Nordsyrien hätten sich aus allen Orten im arabischen Land zurückgezogen, um sich an einem Ort in der Nähe von Ayn la-Arab zu konsolidieren, wo sie in den kommenden Wochen aus der Luft geholt würden.

Es wird angenommen, dass syrische Regierungstruppen nach dem Abzug der USA in die Stadt Raqqah gezogen sind.

Loading...

Die Türkei startete am 9. Oktober die Offensive mit dem Namen „Operation Quelle des Friedens“, um die nordsyrischen Gebiete in der Nähe der Grenze von kurdischen Kämpfern zu reinigen, die sie als Terroristen betrachtet. Sie sollen mit den lokalen, nach Autonomie strebenden Kämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in der Türkei in Verbindung stehen.

Der Einmarsch erfolgte, nachdem die USA ihre Streitkräfte abrupt aus der Region abgezogen hatten und der Türkei den Weg für eine geplante Militäraktion gegen Washingtons langjährige kurdische Verbündete geebnet hatten. Die Entwicklungen veranlassten die Kurden, sich an die Regierung von Damaskus zu wenden, um Unterstützung zu erhalten.

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

6 KOMMENTARE

  1. Das Abenteuerbuch „Durchs wilde Kurdistan“ von Karl May sollte jeder mal gelesen haben, um die wechselnden Bündnisse zu verstehen – denn an der Mentalität der Leutchen dort hat sich nichts geändert.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here