Salatschüssel.

Studien zufolge kann eine strikt vegetarische bzw. vegane Ernährung depressiv machen. Offenbar liegt dies an einer Unterversorgung.

Via HumaneWatch.org

Eine strenge vegetarische Ernährung wird seit langem auf die Belastung geprüft, die das körperliche Wohlbefinden einer Person mit sich bringen kann. Ein neuer wissenschaftlicher Bericht wirft jedoch eine weitere wichtige Frage auf: Wie steht es um das geistige Wohlbefinden eines Vegetariers?

Es gibt eine Menge medizinischer Literatur, die Defizite von B12 und Omega-3-Fettsäuren mit Depressionen in Verbindung bringt. Diese essentiellen Nährstoffe kommen am häufigsten in Fleisch, Fisch und anderen tierischen Produkten vor. Es ist also nicht unbedingt überraschend zu hören, dass Vegetarismus mit Depressionen verbunden ist.

Trotzdem enthält ein neuer Bericht eine Reihe besorgniserregender Ergebnisse, die Daten aus einer Zusammenstellung von Umfragen zitieren, in denen verschiedene Gruppen in verschiedenen Ländern untersucht wurden, die jedoch ähnliche Ergebnisse aufwiesen: Vegetarier sind signifikant anfälliger für Depressionen als die alles essende Mehrheit der Bevölkerung. Ein Beispiel für die Ergebnisse finden Sie unten.

  • Eine Längsschnittstudie mit 14.247 jungen Frauen ergab, dass 30 Prozent der Vegetarier und Halbvegetarier in den letzten 12 Monaten an Depressionen litten, das ist deutlich mehr als die 20 Prozent der nicht-vegetarischen Frauen. (Baines, 2007)
  • Eine Studie mit 4.116 Deutschen, darunter Vegetarier, Halbvegetarier und Nichtvegetarier, ergab, dass im Vormonat, im Vorjahr und während ihres gesamten Lebens mehr Vegetarier an depressiven Störungen litten.
  • In einer britischen Studie nahmen 9.668 Männer, die Partner schwangerer Frauen waren, an der Edinburgh Postnatal Depression Scale teil. Sieben Prozent der Vegetarier erhielten Punkte, die auf eine schwere Depression hinweisen, im Vergleich zu vier Prozent der Nichtvegetarier.
  • Die Ermittler des College of William and Mary untersuchten die Depression unter 6.422 College-Studenten. Vegetarier und Semi-Vegetarier erreichten eine signifikant höhere Punktzahl als die Allesesser auf der Skala des Zentrums für epidemiologische Depressionen.

Dieser Artikel von Psychology Today bestätigt die Ergebnisse des Berichts, fordert sie jedoch heraus, indem er drei Studien zitiert, die keinen signifikanten Unterschied zwischen den verschiedenen Ernährungsgruppen aufzeigen. Ein Problem: Diese drei Studien verwenden signifikant weniger Personen, um zu ihren Zahlen zu gelangen – 486, 620 bzw. 138. Eine derart niedrige und nicht repräsentative Zahl ist im Vergleich zu Studien mit etwa 5.000 bis 15.000 Personen nicht glaubwürdig.

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Die Vereinigten Staaten sind derzeit mit einer unsichtbaren, aber allgegenwärtigen Krise von Menschen konfrontiert, die mit Depressionen und Einsamkeit konfrontiert sind. Vor 30 Jahren nahm jeder 50. Amerikaner ein Antidepressivum und im Jahr 2014 jeder 9. US-Bürger. Diese Rate hat sich seit 2010 fast verdoppelt und seit 2000 mehr als verdreifacht, was die enorme Reichweite dieser Krise zeigt.

Im Jahr 2017 haben sich 47.000 Amerikaner das Leben genommen. Die Selbstmordrate stieg zwischen 1999 und 2017 um 33 Prozent. Tatsächlich ist die amerikanische Selbstmordrate so hoch wie seit 50 Jahren nicht mehr.

Eine Google-Suche nach „Veganer Isolation“ zeigt, dass viele Veganer mit Isolationsproblemen zu kämpfen haben, nicht weil die Ernährung dies erfordert, sondern weil dies eine Nebenwirkung des strengen Lebensstils ist, der alle tierischen Produkte ausschließt.

Die Korrelation von Vegetarismus und Depression gibt Anlass zur Sorge. Zusätzliche und bessere Untersuchungen sind erforderlich, um dieses kritische Thema besser zu beleuchten.

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6 KOMMENTARE

  1. Eine strikt vegetarische bzw. vegane Ernährung ist sicher nicht für jeden das Gelbe vom Ei.
    Ein Problem könnte sein, dass der, der Mangelerscheinungen aufweist, diese nicht sieht, weil der Glaube höher angesetzt ist als sein Auge.

    • „.. weil der Glaube.!“

      Das ist der Punkt. Vegetarier, schlimmer noch Veganer, leiden unter militanter Ablehnung aller medial durchs Menschen-Dorf getriebenen Ernährungs- und Verhaltens-Warnungen. Sie differenzieren nicht (mehr), sondern stehen unter dem permanenten Druck ihre Ernährung laufend zu „verbessern“ und „ungesundes“ Verhalten zu minimieren. Das ist krank und macht krank. Dass die Psyche einen erheblichen Einfluss auf die körperliche und geistige Verfassung hat ist unbestritten.

      Denn es gibt eine uralte Erkenntnis: Jeder Stoff kann hilfreich oder giftig sein; es kommt auf die Dosis an.

      Neulich saß ich mit einem rauchenden Kunden in einem Freiluft-Gartenrestaurant, wo am Nebentisch ein Paar saß. Der Mann etwa 5 Meter von meinem Gesprächspartner entfernt, klopfte mir auf die Schulter und bat mich im Auftrag seiner Frau, meinen Gesprächspartner zu bitten, die Zigarette auszudrücken. Das ist krank und wird von der Pharmamafia und in Folge von der unterwanderten Politik unterstützt, um die Menschen in ständiger Angst um ihre Gesundheit und mit ständigem Angebot von glücksbringenden Pillen im Wartesaal zu halten.

      Erst ein großer Paradigmenwechsel könnte diesen Wahn beenden.

  2. Interessant ist das viele Vegetarier und Veganer körperlich übersäuert sind. Und Übersäuerung hat nichts mit Depressionen zu tun? Denkt nach, macht eure eigene Nachforschungen.
    Und glaubt nicht das contra- Magazin Euch suggerieren will. Wahrscheinlich bekommen sie eine große Spende von der Pharmaindustrie oder der Fleischwirtschaft.
    Gruß Prinz von Bodland

    • @ Bernard Borde
      Wenn Vegetarier und Veganer körperlich übersäuert sind, dann ist das wohl eine klare Aussage, dass sie die Zusammenstellung ihrer Ernährung Menüs zu ändern hätten.
      Ein Ph Wert des Magens in der Balance wird über eine entsprechende Ernährung erreicht.
      Ich lese nur widersprüchliches in ihren Zeilen.
      Das Resultat einer ausgewogenen, dem Körper abgestimmte Ernährung kann nicht jeder nur über Pflanzen, Obst und Gemüse erreichen. Nicht jeder Mensch ist gleich.

  3. Am Anfang des Verdauungsmechanismus befindet sich das Gebiss. Reine Pflanzenfresser haben keine Eckzähne, weil sie so etwas für die Verdauung ihrer Nahrung in ihrer Entwicklung noch nie benötigen.

    Menschen haben aber zusätzlich von der Evolution 4 Eckzähne spendiert bekommen damit sie ihr Nahrungsangebot erweitern konnten. Das geschah in grauer Vorzeit, als es galt auch Dürreperioden zu überleben, und wo man dann nur noch mit tierischem Eiweiß sein Überleben sichern konnte. – Das funktioniert nun so, seit es den Menschen gibt.

    Es ist falsch sich nicht natürlich zu ernähren, also ausgewogen. So erhält man am besten seine Gesundheit.

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