Maaßen: AKK kann mit Kurz nicht mithalten

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsschutzes übt Kritik an CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie habe wie die Partei selbst zu wenig Profil findet Maaßen.

Von Michael Steiner

Hans-Georg Maaßen, seines Zeichens Vertreter des konservativen Flügels der CDU und ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsschutzes, übt scharfe Kritik an Annegret Kramp-Karrenbauer. Die CDU-Chefin habe zu wenig Profil und könne nicht mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz verglichen werden.

„Ich befürchte, dass AKK Kurz nicht kann“, sagte Maaßen „Bild am Sonntag“. Maaßen forderte seine Partei auf, sich am Politikstil von Kurz ein Beispiel zu nehmen: „Sehr viele Bürger halten die CDU für profillos und fragen sich, wofür diese Partei überhaupt noch steht, außer für den bloßen Machterhalt. Sebastian Kurz hat vorgemacht, dass es eigentlich einfach ist, eine Partei wieder zu einer Volkspartei zu machen, wenn man ihr Profil, Selbstvertrauen und Charisma gibt. Die CDU braucht mehr Kurz.“

Seiner Partei warf Maaßen eine zu starke Anpassung an den Mainstream vor. Kurz habe mit einer „konservativen und ehrlichen Politik“ Wähler zurückgewonnen, „ohne sich von Meinungsumfragen, Medien oder dem Greta-Thunberg-Hype beeinflussen zu lassen“, so Maaßen. „Diese Geradlinigkeit und Ehrlichkeit könnte für die Union ein Vorbild sein, die leider zu oft aktuellen Medientrends hinterherläuft.“

Während manche Konservative in der CDU auf den früheren Atlantik-Brücke-Chef und BlackRock-Manager Friedrich Merz hoffen, der die Partei wieder auf einen geradlinigeren Kurs bringen soll, gibt es allerdings auch Stimmen die auf die Popularität Maaßens in konservativen Kreisen setzen. Einige sehen in ihm einen „potentiellen deutschen Putin“, zumal beide aus Geheimdienstkreisen kommen und beide für ihre strikte Linie bekannt sind.

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4 Kommentare

  1. „Die CDU braucht mehr Kurz.“

    Das wird sich noch erweisen, ob er nicht den nächsten Reinfall stolpert.
    Was er in Österreich als oberster Bundeskanzler ablieferte, indem er eine gut laufende Regierungsarbeit aus niederen Beweggründen platzen ließ, ist und bleibt ein unverzeihlicher Skandal.
    Man stelle sich vor, der amerikanische Präsident würde eine solch jämmerliche Show abliefern, wie einfach davonlaufen.
    Er hat seine Verfügungsgewalt missbraucht, um zu beenden, anstatt verbindend zu agieren.
    Der Rest ist bla, bla, blaa.

    1. Er hat all das gemacht was von ihm verlangt wurde. Von ihm kommt nichts, gar nichts. Da kann er sich die Hände mit Greta schütteln.

      Die FPÖ hatte ihre Aufgaben schon erledigt damit konnte man diese entsorgen. 12 Stunden Tag, 60 Stunden Woche, zerschlagen des Gesundheits-und Sozialsystems um die Privatisierung voranzutreiben …….daß Kickl als Innenminister eigene Wege ging war dann seinen Chefs zuviel und der IBIZZA Skandal wurde publik, den Wahlsieg noch zu Toppen kam dann die Spesenaffäre dazu. Bis heute gibt es keine gerichtlichen Prozesse oder gar Verurteilungen und die wird es auch nicht geben. Die Vergangenheit läßt grüßen.

      Dass das neue Wahlergebnis etwas zu ungunsten von Kurz ausgefallen ist kommt allerdings seinem persönlichen Machtstreben entgegen, eine Alleinregierung und nach ein paar Monaten die Schuld auf die Oppositionsparteien abwälzen dass nichts weitergeht. Diese Methode hat er ja schon angewandt auch gegen die eigene Partei und es hat funktionert.

      Einer neuerlichen Wahl mit dann möglicher absoluter Mehrheit steht dann somit nichts entgegen.

      Die aus der ÖVP seinerzeit hervorgegangenen Grünen und auch die NEOS werden schon stillschweigend zusehen sind sie doch noch mit brüderlichen Banden verbunden.

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