Europas transatlantische Fesseln schränken die Souveränität ein und machen den Kontinent zu einer Geisel fremder Interessen. Es ist an der Zeit umzudenken.

Von Marco Maier

Während des Kalten Krieges schien die US-Bindung der westlichen europäischen Staaten eine sinnvolle Lösung gewesen zu sein, doch mit dem Zerfall der Sowjetunion und der Etablierung einer neuen multipolaren Weltordnung wird dieses Band zusehends zu einer Fessel. Eine Fessel, die die Europäer einer souveränen Politik beraubt und sie weiterhin am Gängelband Washingtons und New Yorks führt.

Ohne die anachronistische NATO und die transatlantische Unterwürfigkeit Brüssels, Berlins, Paris‘ und Londons hätte Europa heute beispielsweise wohl kaum den anhaltenden Konflikt in der Ukraine. Auch die ganzen militärischen Kriegsspiele im Osten, an der Grenze zu Russland, wären wohl kaum „nötig“. Wir Europäer brauchen keine imaginären Bedrohungen zu schaffen, nur um den militärisch-industriellen Komplex (der USA) weiter finanziell zu stützen.

Für die Europäer wäre eine ausgewogene und souveräne Außenpolitik mit guten Beziehungen zu den USA, zu Russland und zu China die Ideallösung. Sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch in Bezug auf unsere ureigensten Sicherheitsinteressen. In einem möglichen (von US-Neocons angestifteten) Krieg gegen Russland ist nämlich der „alte Kontinent“ der große Verlierer, der wohl die meisten Verwüstungen davontragen würde. Aber ebenso zeigen die Russland-Sanktionen schon deutlich, welchen ökonomischen Blutzoll viele EU-Staaten zahlen müssen, weil die Amerikaner es so wollen.

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