Linke kritisiert hohe Verdienstunterschiede in Deutschland

In Deutschland gibt es bei den durchschnittlichen Verdiensten enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Berufen. Kritik daran kommt von der Linken.

Von Redaktion

Bei den durchschnittlichen Verdiensten in Deutschland klafft zwischen den Tätigkeitsfeldern eine enorme Lücke von rund 4.000 Euro pro Monat. Am wenigsten verdienten 2018 Beschäftigte im Spiel-, Wett- und Lotterie-Wesen, sie kommen auf 1.819 Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt.

Angestellte in Wäschereien, Frisör- und Kosmetiksalons, bei Bestattungsunternehmen, Saunas und Bädern liegen mit 1.843 Euro nur knapp darüber, gefolgt von Arbeitskräfte-Vermittlern mit 1.866 Euro und Gastronomie-Beschäftigten mit 1.889 Euro.

Am oberen Ende der Skala liegen Angestellte, die mit der Gewinnung von Erdöl und Erdgas etwa auf Bohrplattformen ihr Geld verdienen. Ihr durchschnittliches Monats-Brutto lag im vergangenen Jahr bei mehr als 5.800 Euro. Beschäftigte bei Kokereien und in der Mineralöl-Verarbeitung verdienten laut Ministerium 5.522 Euro. Es folgen die Bereiche „Sonstiger Fahrzeugbau“ mit 5.234 Euro und Tätigkeiten für Versicherungen und Pensionskassen mit 5.172 Euro.

Entsprechend ungleich ist die Verteilung von Beschäftigten, die Niedrig-Löhne beziehen. Sind es im Spiel-, Wett- und Lotteriewesen sieben von zehn (69,7 Prozent), lag der Anteil in der Erdöl- und Erdgas-Branche bei 1,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte.

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„Viel zu viele Beschäftigte werden mit Niedriglöhnen abgespeist. Die Bundesregierung ist in der Pflicht, Rahmenbedingungen für gute Arbeit zu schaffen und gegen Verwerfungen am Arbeitsmarkt vorzugehen“, sagte Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linkspartei, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Unter anderem müsse der Mindestlohn auf zwölf Euro erhöht, systematische Niedriglohn-Beschäftigung wie Leiharbeit abgeschafft und die Allgemeinverbindlich-Erklärung von Tarifverträgen erleichtert werden. „Zu sozialer Gerechtigkeit gehören faire Löhne. Niedrigen Löhnen folgen immer niedrige Renten, und Altersarmut ist vorprogrammiert. Arbeit, die arm macht, muss endlich der Vergangenheit angehören“, sagte Zimmermann.

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4 Kommentare

  1. Die können es einfach nicht lassesn, diese linken Brüder im Herrn, seit über 150 Jahren predigen sie immer die gleiche Leier, nicht aber um den Arbeitern zu helfen, sondern sie in ihrem Sinne gegen das Kapital aufzustacheln und so langsam sollten sie sich mal was anderes einfallen lassen, denn die klassische Arbeiterschaft im Sinne von Arbeitsprekariat gibt es doch schon lange nicht mehr, mal ganz von dem abgesehen, daß die eigene Entwicklung auch von den eigenen Fähigkeiten und dem Willen abhängt und die meisten haben ja ein auskömmliches Einkommen und der Rest wird durch staatliche Zusatzleistung unterstützt und Forderungen jeglicher Art hängen auch von der Selbsteinschätzung ab und geht diese über das Maß hinaus, dann wird man unzufrieden und ist ein schlechter Ratgeber, denn die eigene Entwicklung hängt vom Einsatz und Wissen ab, ohne diese beiden Grundlagen kann man sicherlich in Schräglage kommen, von Krankheiten ganz abgesehen.

  2. Am 27. Oktober sind Wahlen in Thüringen. Dort stellt die LINKE den Ministerpräsidenten.

    Da gibt es dann eben Schützenhilfe aus Berlin. Die LINKE, die Partei der Kümmerer, die Partei der „kleinen“ Leute und natürlich die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Könnte ja sein, dass einige „kleinen“ Leute, die in Thüringen leben und arbeiten, einfach durch die böse Realität das vergessen haben.

    Nun könnte man ja auch mal fragen, warum die LINKEN – außerhalb der Zeit solcher Anfragen – mit den Hauptverursachern dieser sozialen Verwerfungen koalieren und auch von einer rotrotgrünen Diktatur auf Bundesebene träumen.

  3. Da ja die Freiheit das oberste Gebot zu sein scheint auch in der Wirtschaft wird das Kapital vor Verlusten mit Stuergeld geschützt und die Gewinne gehen am Staat vorbei.

    Wenn von Mindestlöhnen andauernd gesprochen wird so sollten ebenfalls Höchstlöhne definiert werden. Es darf eben nicht sein dass jene die die Leistung erbringen das sind die die an der „Werkbank“ stehen und zwar egal welcher Brosamen verdienen und die Cleveren den Lohn für deren Arbeit einstreifen.

  4. Wenn es nach den Kommunisten geht,verdienen alle gleich wenig.
    So war es in der DDR und so wird es wieder.
    Die Herrschenden verbrennen die ganze abgepresste Kohle für andere Länder und ihre unfähige faule Bevölkerung,der Staatsapparat mit seinen unproduktiven Berufsgruppen wird aufgebläht,alles ist tot reguliert.
    Das ist Kommunismus.

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