Neue Studien legen nahe, dass die massiven Veränderungen der klimatischen Bedingungen zum Aussterben der Neandertaler beitrugen. Was können wir heute daraus lernen?

Von Marco Maier

Während die Klimahysteriker heute vor dem globalen Temperaturanstieg warnen, der eine Gefahr für die Menschheit darstelle, hatten die Neandertaler vor rund 45.000 Jahren mit dem Gegenteil zu kämpfen – Kälte und Dürre.

Wie „Archäologie Online“ unter Berufung auf eine Studie, die in den „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“ (PNAS) erschien, berichtet, hatten „die Schwankungen des eiszeitlichen Klimas maßgeblichen Einfluss auf den Populationsrückgang der Neandertaler“. So berichtet die Fachseite:

Das Klima zu Beginn der letzten Eiszeit war wechselhaft und geprägt von zahlreichen Kälteperioden. Während dieser Perioden, die einige Jahrhunderte bis zu tausend Jahren andauerten, fielen die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius ab. Sie gingen mit erhöhter Trockenheit und zunehmender Ausbreitung einer Steppenlandschaft einher. Dies könnte dem Neandertaler zum Verhängnis geworden sein. Der Übergang vom Neandertaler zum modernen Menschen in Europa vollzog sich dann vor etwa 45.000 bis 40.0000 Jahren, beginnend entlang der Donau. Darauf deuten archäologische Funde hin, die zeitliche Lücken zwischen abgelagerten Artefakten der Neandertaler und denen der modernen Menschen in dieser Phase aufweisen.

So habe es in der Zeit vor rund 44.000 und vor etwa 40.000 Jahren zwei extreme Kälteperioden gegeben. Verstärkend zu den ohnehin schon kalten Zeiten dürften starke Vulkanausbrüche für eine noch weitere Abkühlung gesorgt haben. „Die Daten weisen darauf hin, dass während dieser beiden Kälte- und Dürreperioden die Neandertalerpopulationen erheblich zurückgingen. Die weitgehend entvölkerten Gebiete besiedelte dann der moderne Mensch“, so der Kölner Geologe Prof. Dr. Michael Staubwasser.

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Der moderne Mensch habe aufgrund seiner breiteren Nahrungsgrundlage bessere Voraussetzungen in der sich ausbreitenden Steppenlandschaft gehabt, was ihm Vorteile brachte. „So waren die modernen Menschen an die Bedingungen während der Kälte- und Dürreperioden in Europa besser angepasst, konnten überleben und sich ausbreiten, während Neandertaler nur vereinzelt ihre alten Lebensräume während des zwischenzeitlichen, wärmeren Intervalls wieder besiedeln konnten“, erklärte Staubwasser.

Allerdings zeigt dies auch auf, dass es schon in vorindustrieller Zeit – auch in prähistorischen Zeiten – massive klimatische Veränderungen gab, für die der Mensch kaum in Verantwortung genommen werden kann. Vor allem ist noch nicht restlos geklärt, ob höhere CO2-Werte in der unteren Atmosphäre nun die Ursache oder die Folge höherer Temperaturen sind, die sich auch aus einer stärkeren Sonnenaktivität und anderen Faktoren wie der Erdbahngeometrie ergeben können.

Wenn man bedenkt, dass die Erde in einer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne zieht und sich diese mit einer Periode von etwa 100.000 Jahren verändert, sowie die Neigung der Erdachse zur Umlaufbahn (Ekliptik) mit einer Periode von rund 40.000 Jahren, wird auch deutlich, dass man diesen Faktor nicht außer Acht lassen darf. Das heißt aber auch, dass man unter Berücksichtigung dieser Tatsachen (Zyklen veränderter Verteilung der Sonnenenergie auf die Erde) den Fokus nicht einfach so auf das CO2 legen darf. Was ist, wenn die aktuelle Erwärmung der Erdatmosphäre auf diesen Faktor zurückzuführen ist?

Und so wie unsere Vorfahren (zu denen die Neandertaler infolge der Durchmischung mit dem Homo Sapiens zumindest partiell gehört) damals mit der Realität der Eiszeit umgehen und leben mussten, müssen wir uns nun mit der Realität abfinden, dass wir direkt in eine echte Warmzeit hineinsteuern?

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7 KOMMENTARE

  1. Diese hier dargelegte Variante kommt der damaligen Wirklichkeit tatsächlich am nächsten und das betrifft nicht nur den europäischen Neandertaler, sondern all jene rings um den Globus, die auf ähnlichen Breitengraden lebten und das kann man eigentlich fast belegen, das es so war, denn die gegensätzliche Wüstenentwicklung rund um den Globus befindet sich auch auf gleichbleibender Stufe und das hat etwas mit der Verlagerung der Erdneigung und Rotation zu tun und die Sonne hat dann den Rest zur Wüstenbildung beigetragen, was durchaus auch wieder anders kommen kann, wie man ja anhand von Funden belegen kann.

    • Der Klimaschmäh ist von den Kommunisten in den 1950ern geplant worden, um den Kommunismus weltweit einzuführen. Nachzulesen bei Torsten Mann, „Rote Lügen in grünem Gewand“.
      Demokratie ist die Diktatur der Dummen, die sind immer in der Mehrheit. Retten kann uns nur, dass bisher noch ALLE Demokratien pleite gingen. Der Hunger spornt dann wieder zum Denken an.

      Neandertaler und Homo Sapiens sollen über Jahrtausende im nahen Osten nebeneinander gelebt haben und sich dabei auch vermischt haben. (Vielleicht tun sie das ja immer noch??)
      Buchtipp: Eine kurze Geschichte der Menschheit, von Hans Hoppe.

    • Danke für den sehr sehr guten Artikel im Link.

      Die Demokratie nach westlicher Unart schwemmt die Dummen nach oben diese sind jedoch nicht fähig einen Staat/Volk zu leiten. Daher stehen im Hintergrund jene die den vorne stehenden die Reden schreiben die sie dann wiedergeben.
      Die Sklaverei mit Ketten hat nicht sehr gut funktioniert der derzeitige über die strukturierte Verdummung mit den nötigen Zerstreuungen samt geringer Entlohnung funktioniert ganz gut.

      Das Klima ändert sich ohnehin mit und ohne Menschen auf diesem Planeten.

  2. Es gibt glaubhaftere Studien über das Verschwinden der Neandertaler. Mit Kimawandel hat das überhaupt nichts zu tun.
    In fernen Sibirien ist es den dort lebenden Menschen gelungen Wildpferde zu zähmen und sich nützlich zu machen. Das war ein Quantensprung! Damit war diese Volksgruppe allen anderen in allen Lebensdingen haushoch überlegen.
    Der eine Teil wanderte nach Amerika über die Behring und Aleuten. Heute bekannt als Indianer mit ihren Mustangs.
    Die andere Gruppe wanderte nach Westen und verdrängte die Neandetaler bis zur Bedeutungslosigkeit mit Hilfe ihrer Koniks.

    Das war jetzt nur eine Kurzfassung über die Veränderungen in der damaligen Bevölkerungsstruktur.

    • Die Indianer die nach Amerika gingen, rotteten zuerst alles aus, was domestizierbar war. Außer die Truthähne und weiter südlich die Lamas. Die Mustangs bekamen sie erst wieder, als die Weißen kamen. Und mit ihnen die Pocken und die Masern.

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