Fleisch im Supermakt

In den Debatten um das CO2 gerät der Fokus zunehmend auch auf die menschliche Ernährung. Vor allem das Fleisch ist im Visier der Klimafanatiker.

Von Marco Maier

Wer Fleisch isst, soll dem Klima etwas Schlechtes tun, so neue Studien von Klimafanatikern, die in jüngster Zeit veröffentlicht wurden. Vor allem durch den Fokus auf das CO2 (welches in Gewächshäusern jedoch als Wachstumsmittel für die Pflanzen eingesetzt wird) soll die Welt zu Vegetariern gemacht werden.

Die heutige Lebensmittelversorgungskette verursacht rund 13,7 Milliarden Tonnen Kohlendioxidäquivalente und 26 Prozent der anthropogenen Treibhausgasemissionen. Weitere 2,8 Milliarden Tonnen Kohlendioxidäquivalente (5 Prozent) werden durch Nonfood-Landwirtschaft und die Abholzung verursacht.

Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass wenn Bürger in 28 einkommensstarken Ländern wie den Vereinigten Staaten, Deutschland und Japan den Ernährungsempfehlungen ihrer jeweiligen Regierungen tatsächlich folgen würden, die Treibhausgase im Zusammenhang mit der Produktion der von ihnen verzehrten Lebensmittel um 13 bis 25 Prozent sinken würden. Aber auf Fleisch zu verzichten ist schwer.

Laut der gemeinnützigen Umweltforschungsgruppe World Resources Institute ist die Menschheit nicht auf dem richtigen Weg, Mission 2020 zu erfüllen, die Parameter, die aufgrund der Forschungsergebnisse von Klimareligions-Wissenschaftler festgelegt wurden, um angeblich eine katastrophale globale Erwärmung und irreversible Umweltschäden zu verhindern.

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Angesichts des Anstiegs der Weltbevölkerung von 7 Milliarden im Jahr 2010 auf voraussichtlich rund 10 Milliarden im Jahr 2050 und des Einkommenswachstums in den Entwicklungsländern wird die gesamte Nahrungsmittelnachfrage voraussichtlich um mehr als 50 Prozent steigen. Die Nachfrage nach köstlichen Lebensmitteln auf tierischer Basis soll in dieser Zeit um fast 70 Prozent steigen.

CO2-Produzent Fleisch

Fleisch- und Milchprodukte, insbesondere von Kühen und anderem Vieh, verursachen jedes Jahr rund 14,5 Prozent der weltweiten Treibhausgase. Dies entspricht in etwa den Emissionen aller Pkw, Lkw, Flugzeuge und Schiffe zusammen.

Einer im letzten Jahr in der Fachzeitschrift Science veröffentlichten Studie zufolge haben Rindfleisch und Lammfleisch den höchsten Klimafußabdruck pro Gramm Protein, gefolgt von Schweinefleisch und Hühnchen. Bei dieser Berechnung der durchschnittlichen Treibhausgasemission, die mit verschiedenen Lebensmitteln verbunden ist, haben Lebensmittel auf pflanzlicher Basis in der Regel die geringste Auswirkung. Natürlich sind sie auch weniger lecker.

CO2-Verbrauch nach Fleischart. Bild: Poore and Nemecek, Science

Zum Glück heißt das nicht, dass wir alle vegan werden müssen. Nur weniger Rindfleisch, Lammfleisch und Käse zu essen, würde ausreichen.

Milch hat laut Studie einen geringeren Klima-Fußabdruck als Huhn, Eier oder Schweinefleisch pro Pfund, ebenso wie Joghurt, Hüttenkäse und Frischkäse. Aber nicht alle Milchprodukte sind gleich. Cheddar- oder Mozzarella-Käse kann einen wesentlich größeren Platzbedarf aufweisen als Hühnchen oder Schweinefleisch, da für die Herstellung eines Kilogramms Käses normalerweise etwa 10 Liter Milch benötigt werden.

Der Wahnsinn geht weiter

Auch wenn es aus gesundheitlicher Perspektive wahrscheinlich besser ist, weniger Fleisch und stattdessen mehr Obst und Gemüse zu essen, zeigen diese neuen Angriffe auf die menschlichen Ernährungsgewohnheiten, dass die neue Klimareligion in alle Lebensbereiche eingreifen will.

Nicht nur wer mit dem Flugzeug fliegt oder einen Benziner oder einen Diesel sein Eigen nennt, soll an den Pranger gestellt werden, sondern auch wer gerne mal ein Steak oder ein Schnitzel essen möchte. Wer weiß, vielleicht kommen diese Leute irgendwann auch noch darauf, ihren Mitbürgern die Currywurst, den Leberkäse oder den Schweinebraten zu vermiesen.

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Wenn schon CO2-Steuern auf fossile Energieträger erhoben werden sollen, wie lange wird es noch dauern, auf Fleisch solche „Klimasteuern“ umzulegen?

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2 KOMMENTARE

  1. Richtig schlimm ist,wenn Fleisch in den Müll geschmissen wird.
    Es ist schlimm,wenn ein Mitgeschöpf welches Schmerz und Leid empfindet unter unsäglichen Bedingungen aufgezogen,dann umgebracht und im Müll entsorgt wird.
    Das ist schlimm.

  2. Zitat: „Wenn schon CO2-Steuern auf fossile Energieträger erhoben werden sollen, wie lange wird es noch dauern, auf Fleisch solche „Klimasteuern“ umzulegen?“
    Oder vielleicht auf die Atmung? Wer Sport betreibt, oder am Fußballplatz zu laut schreit, muss nachzahlen!
    Aber sogar dafür wird noch die Mehrheit der Bevölkerung freiwillig in die nächste Wahlzelle laufen.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen!

    Ehrlich gesagt schäme ich mich jetzt schon vor unseren Nachkommen. Wie kann eine gesamte Gesellschaft, die Atomwaffen besitzt und in die Erdumlaufbahn fliegt, so strunzdumm werden, da waren die Hexenverbrennungen vor ein paar hundert Jahren garnix dagegen.

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