Goldkauf: Anonymität soll abgeschafft werden

Bislang ist es möglich, Gold bis zu einem Wert von 10.000 Euro anonym zu kaufen. Das soll sich bald ändern.

Von Marco Maier

9.999,99 Euro, das ist der bisherige Wert an Gold, den man ohne Vorlage eines Ausweises kaufen kann. Grund dafür ist die Bekämpfung von Schwarzgeld und Geldwäsche. Nun will die Bundesregierung diesen Satz auf 1.999,99 Euro reduzieren, was dem Bundesrat selbst jedoch noch nicht genug ist.

Wie der „Goldreporter“ unter Berufung auf eine Meldung des Deutschen Bundestags berichtet, verlangt dieser sogar eine Herabsetzung der Schwelle auf 1.000 Euro. „Eine Herabsetzung auf 2.000 Euro sei zwar ein Signal in die richtige Richtung, heißt es, es reiche aber nicht aus. Man halte diesen Betrag in der Praxis für unwirksam gegen Geldwäsche, da die Barzahlung nach wie vor bei der üblichen Handelsgröße von einer Unze (über 1.000 Euro) in beliebig anonyme Rechnungen gestückelt werden könne“, so die Fachseite.

Noch lehnt die Bundesregierung eine solche Verschärfung ab und beharrt auf den 2.000 Euro als Schwellenwert. Man wolle erst abwarten, wie sich diese Senkung auswirke. Damit bleibt beim aktuellen Preisniveau des Edelmetalls zumindest der Kauf einer Unze noch anonym möglich. Der aktuelle Wert einer Feinunze Gold liegt nämlich bei rund 1.350 Euro, wodurch man einzelne Goldmünzen oder Mini-Barren noch problemlos erhält.

Spread the love

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Ein weiterer Schuss ins Bein der Deutschen. Unfassbar was die alles mit sich anstellen lassen.
    2 Generationen Inbegriff von W.I.X.X.E.R.N. ?

    Im politischen Bereich sehe ich kaum mehr als Signale darüber hinaus. Jedes zarte Pflänzchen krümmt sich wie unter einer Gießkanne von Monsanto.

  2. Gold kaufen und außerhalb der EU lagern wird wichtiger !

    still und heimlich passiert gerade etwas an den Märkten, was niemand bisher für möglich gehalten hätte: Am 9. Oktober 2019 hat die Republik Griechenland neue Staatsanleihen emittiert, also Schulden gemacht. Konkret hat sie Anleihen für 487,5 Mio. € mit einer Laufzeit von 13 Wochen sowie 1,5 Mrd. € mit einer Laufzeit bis März 2029 begeben. Das Interesse an dieser knapp 10-jährigen Anleihe war groß. Laut Bloomberg lagen Angebote für 5,4 Mrd. € vor. Der Zinssatz dieser Anleihe beträgt 1,5%, während der Kurzläufer mit einem negativen Zins von 0,02% ausgestattet ist. Die USA zahlen für vergleichbare Laufzeiten 1,65% bzw. 1,59%. Die offizielle Staatsverschuldung Griechenlands beträgt trotz der Schuldenschnitte immer noch 180% des Bruttoinlandsprodukts. Damit ist das Land weiterhin die unangefochtene Nummer eins der Staatsverschuldung in Europa, gefolgt von Italien mit 135%. Erlaubt sind laut Stabilitätspakt gerade einmal 60% – aber wen interessieren in Europa noch Verträge und Gesetze?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.