Flugreisen: Die Klimasteuer wird real

Im nächsten Jahr wird Fliegen Dank einer Erhöhung der Luftverkehrsteuer teurer. Die Klimasteuer wird über Umwege zur Realität.

Von Michael Steiner

Heute kündigte die deutsche Bundesregierung an, Flugtickets mittels der Luftverkehrsteuer teurer zu machen. Ab dem 1. April 2020 werden Flüge bei Starts von einem deutschen Flughafen aus um mehrere Euro teurer. Das ist quasi schon die Einführung einer Klimasteuer auf Flugreisen.

Konkret soll die Luftverkehrsteuer für Flüge im Inland und in EU-Staaten um rund 3 Euro steigen – auf dann 10,43 Euro pro Ticket mit Start von einem deutschen Flughafen. Bei Strecken bis 6.000 Kilometer ist eine Erhöhung um mehr als 9 Euro auf 32,57 Euro vorgesehen. Bei noch weiteren Fernstrecken sollen künftig 58,63 Euro fällig werden. Das wären rund 17 Euro mehr als bislang, wie die dpa berichtet.

Insgesamt soll diese Steuererhöhung dem Fiskus rund 300 Millionen Euro zusätzlich einbringen, ab 2021 sollen es dann schon mehr als eine halbe Milliarde Euro sein. Wobei allerdings unter Umständen solche Steuererhöhungen dazu führen könnten, dass gerade jene die Fernreisen – zum Beispiel nach Amerika, Ostasien oder Australien – unternehmen wollen, auf grenznahe Flughäfen im Ausland zurückgreifen.

Ursprünglich sei sogar bis zu einer Verdreifachung der Luftverkehrsteuer im Gespräch gewesen. Das heißt, Inlandsflüge wären dann bis zu 15 Euro teurer geworden, Auslandsflüge bis 6.000 Kilometer um etwa 45 Euro und Fernflüge sogar um mehr als 80 Euro.

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7 Kommentare

    1. Schon jetzt sind Flüge auf die Philippinen beispielsweise von Zürich aus meistens günstiger als von München aus. Ich denke, das dürfte auch sonst bei anderen Zieldestinationen der Fall sein.

  1. Der Himmel ist voller Flugzeuge da wo ich wohne,vor allem nachts.
    Es wird zu viel geflogen.Die Menschen sollten etwas mehr da bleiben,wo sie hingehören,ihr Geld da ausgeben,wo sie es verdienen.Nur so funktioniert es.

  2. Das Klima muß herhalten für den Migrationspakt und da kommen diese Sondersteuern gerade recht, bzw. es wurde doch geschickt eingefädelt und niemand muß den Beweis erbringen wo die Gelder eigentlich hinfließen und wieso haben wir eigentlich einen Bundesrechnungshof, der den Geldverkehr nicht nur bei Verschwendung überwacht, sondern auch den Fluß beobachtet, ob der überhaupt eingehalten wird.

  3. Die verblödeten Massen bekommen immer das was sie verdienen. Schule war doch schon lange wegen der faulen Lehre nur noch halbtags, nun ohne Freitags und bald nur noch Diensttags, weil da das Wort >dienen< enthalten ist.

    Jetzt die Flugsteuer, und mit der Ausweitung und Perfektionierung der CO2 Bepreisung kommt zum Schluss als Sahnehäubchen : Die Atemkollekte für jedermann.

  4. @ Marco Maier @ Michael Steiner
    Die Steuerregeln für Flugreisen sind sehr komplex. Für Inland- , EU weit bzw. International sind verschiedene Besteuerungen zu bedenken. Mehrwertbesteuerung, Kerosinsteuer und nun die CO2 Bepreisung, die zunächst nur für Inlandsflüge erhoben werden soll.
    Man wird bald einen speziellen Hochschulabschluss benötigen um das noch verstehen zu können.

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