Deutscher Transrapid-Fail vs. China verlegt Gleise für 1.000 km/h Magnetschwebebahnen

Wenn sich die Technologie als rentabel erweist, könnte eine 2.200 km lange Fahrt von Wuhan nach Guangzhou auf etwa zwei Stunden verkürzt werden.

Via Asia Times

China will im neuen globalen Wettlauf wieder die Führung übernehmen, neue Hochgeschwindigkeitszüge sollen noch schneller fahren. Man geht davon aus, dass durch die Nutzung der Magnetschwebekraft die Beschleunigung von derzeit 350 km/h auf konventionellen Strecken auf 600 bis 1.000 km/h möglich sein wird.

Changjiang Daily, das offizielle Sprachrohr von Wuhan, der Hauptstadt von Hubei, berichtete Ende September, dass Anfang nächsten Jahres in der Zentralprovinz experimentelle Magnetschwebebahnen verlegt würden. Die Zeitung zitierte eine Schlüsselerhebung, die von einem Designinstitut für die China Railway Group Limited durchgeführt wurde.

Es wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein ausgedehntes neues Netz von Guangzhou nach Peking durchzuführen, auf dem Züge mit einer Geschwindigkeit zwischen 600 km/h und 1.000 km/h verkehren können – sofern das Konzept der Maglev-Züge, die in einer Vakuumröhre schwingen, in die Praxis umgesetzt werden kann.

Die außergewöhnlich hohe Geschwindigkeit bedeutet, dass eine Fahrt von 2.200 km von Wuhan nach Guangzhou, auf etwa zwei Stunden verkürzt werden könnte.

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Es wurde auch berichtet, dass ein 600 km/h-Magnetschwebebahn-Prototyp für den Probebetrieb im Jahr 2020 fertig sein wird. Hubei wird mit der Arbeit an einem 200 km langen Abschnitt aus Vakuumröhren beginnen, um die hochmoderne, supraleitende Hochtemperatur-Magnetschwebetheorie zu verifizieren und letztendlich die Höchstgeschwindigkeit auf 1.000 km/h zu erhöhen.

Was das ehrgeizige neue Projekt vorantreibt, ist Pekings jüngstes Strategiepapier zu landesweiten Verkehrsentwicklungen, das im vergangenen Monat veröffentlicht wurde. Es enthält ein Kapitel über den Betrieb neuer Magnetschwebebahnen zwischen wichtigen städtischen Zentren als Ergänzung zum bestehenden Hochgeschwindigkeitsbahnnetz.

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Auf den 350 km/h-Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Peking und Shanghai sowie zwischen Peking und Guangzhou sind die durchschnittlichen Lade- und Auslastungsraten in den letzten zehn Jahren seit ihrer Fertigstellung auf 82% gestiegen. Eisenbahnwaggons sind bereits vor den großen Feiertagen und während der Hochsaison voll und aufgrund von Rangier- und Signalbeschränkungen können nur wenige zusätzliche Züge hinzugefügt werden, um die Überlastung zu verringern.

China überlegt sich daher, in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten Maglev-Strecken im und zwischen dem wohlhabenden Jangtse-Delta und dem Pearl-River-Delta zu bauen, wo die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-Intercity-Reisen voraussichtlich noch weiter zunehmen wird. Es wird davon ausgegangen, dass Geschäftsreisende in Maglev-Züge anstatt in Flugzeuge umsteigen, wenn sie innerhalb einer Stunde von einer größeren Stadt in eine andere reisen können.

Ein Ingenieur der China Railway Group teilte Changjiang Daily mit, dass Japan, Deutschland und die USA ebenfalls gegen China antreten und ihre jeweiligen ultraschnellen Magnetschwebebahnen testen, die auf verschiedenen Modellen der supraleitenden Magnetschwebetechnologie basieren.

Er sagte, dass Chinas Vorsprung bei konventionellen Hochgeschwindigkeitsbahnen und Schienenfahrzeugen der Nation nicht unbedingt einen Vorsprung in der wettbewerbsorientierten Welt der „schwebenden Züge“ verschaffen würde, was die Maglev-Technologie betrifft, wobei sich zwei Magnetsätze gegenseitig abstoßen und dadurch einen Zug von den Gleisen heben.

Im Jahr 2002 erhielt China einen Technologietransfer aus Deutschland für eine 30 km lange Maglev-Strecke (war wohl nichts) zwischen der Innenstadt von Shanghai und dem Pudong-Flughafen der Stadt, mit der Züge mit einer Geschwindigkeit von 430 km/h fahren könnten.

Vielleicht wird die bayrische Firma Max Bögl den deutschen Traum einer Magnetschwebebahn in China, aber auch in Deutschland, wesentlich erfolgreicher umsetzen, als es beim Transrapid der Fall war.

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3 Kommentare

  1. Durch die vorranschreitende Volksverdummung, den Ausfall von qualifizierten Ingenieuren und IT´lern und durch solche pseudeowissenschaften wie Genderforschung etc geht der Fortschritt hier zu Grunde.
    Oh und die Bürokratie nicht vergessen, diese ganzen Richtlinien für jedes zu verlegende Kabel… das ist einfach schwachsinn.
    In 1-2 Jahrzehnten haben uns alle Entwicklungsländer abgehängt

  2. Und wir sehen zu wie erfolgreich die Chinesen sind mit unserer deutschen Erfindung und nicht nur das, wir sind auch noch zu dämlich gewesen, dieses radlose Fortbewegungsmittel bei uns in Europa einzusetzen, mit merkwürdigen Argumenten, ähnlich wie die Klimaargumente und dieses Gerät würde aber zu diesem Thema passen und so verschleudern wir eine eigene Entwicklung nach der anderen bis die chinesischen Roboter aus deutscher Hand hierzulande die Arbeit verrichten und die Malocher gucken zu, noch dümmlicher kann man wirklich nicht verfahren.

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