Shenzhen, China.

Der demographische Wandel trifft China mit voller Wucht. In den kommenden Jahren wird dies auch zu einer enormen Herausforderung für die Weltwirtschaft.

Das statistische Amt der chinesischen Regierung hat gerade Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die für China das schlechteste BIP-Wachstum seit fast 30 Jahren belegen. Das Problem ist weitaus größer als die jüngsten Auswirkungen des Handelskrieges zwischen den USA und China oder die Auswirkungen von Katastrophen wie der Afrikanischen Schweinepest, die die Schweinebestände des Landes dezimiert haben. Das wesentlich schwerwiegendere Problem ist eine aufkommende Katastrophe, über die nur wenige offen diskutieren möchten.

Seit etwa 2017 spürt die chinesische Bevölkerung die wirklichen Auswirkungen der unausgereiften Ein-Kind-Politik, die die Kommunistische Partei 1979 vor rund 40 Jahren eingeführt hat. Dieses langsam wachsende Problem, das einst als Vorteil angesehen wurde, untergräbt die gesamte Grundlage des chinesischen Wirtschaftswunders. Die Frage ist, ob Peking den Übergang zu einer alternden Bevölkerung ohne größere soziale und wirtschaftliche Verwerfungen schaffen kann.

Am 18. Oktober veröffentlichte das chinesische Statistikamt das BIP-Wachstum für das dritte Quartal, das 6,0 Prozent betrug, verglichen mit 6,2 Prozent im Vorquartal. Obwohl große Skepsis besteht, wie ehrlich die Berichterstattung ist, deutet die Tatsache, dass die Regierung überhaupt ein langsameres Wachstum ankündigen muss, darauf hin, dass die Situation in der Realität weitaus schlimmer sein könnte.

Die wahren Daten zur chinesischen Wirtschaft bleiben undurchsichtig. Im Dezember 2018 veröffentlichte die Shanghai University of Finance and Economics ihre jährliche Transparenzumfrage zu den 31 Regionen auf Provinzebene. Die durchschnittliche Punktzahl lag knapp über 53 Prozent. Die Studie kam zu dem Schluss, dass das allgemeine Transparenzniveau in Chinas Kommunalverwaltungen nach wie vor schlecht ist.

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