Chinesische Volksbefreiungsarmee. Bild: Youtube

Lange Zeit wurden die Chinesen von fremden Mächten gedemütigt. So etwas soll nie wieder vorkommen. Deshalb bereitet sich China vor.

Von Marco Maier

Wer die heutige chinesische Außenpolitik verstehen will, muss sich auch mit der langen Geschichte und der Kultur des Landes auseinandersetzen. Mongolenstürme, europäische Kolonialmächte und später auch die japanische Besatzung der Mandschurei haben ihre Spuren im chinesischen Selbstverständnis hinterlassen.

Hinzu kommt die nationalistische Sichtweise, die China als „Jungwo“ (das Königreich der Mitte) sieht, was auch synonym für „Zivilisation“ steht. Die „Barbaren“ befinden sich draußen. So wie die Chinesische Mauer einst dazu dienen sollte, die (mongolischen) „Barbaren“ draußen zu halten.

Der Versuch der chinesischen Führung unter Präsident Xi Jinping, die Volksrepublik einerseits militärisch so stark zu machen, dass ausländische Unterwerfungsversuche scheitern müssen und sich andererseits auf wirtschaftlicher und finanzieller Ebene zunehmend unverzichtbar zu machen, basiert auf dieser Geschichte und Kultur. Auch wenn Xi nach einer „Erneuerung“ Chinas aufruft, soll diese doch auf der völkischen Tradition der Han-Chinesen beruhen.

Der vollständige Premium-Artikel ist nur für Abonnenten sichtbar.

Bitte hier klicken und ein Abo (Werbefreiheit, Extras) 

bereits ab € 4,95/Monat abschließen!

Liebe Leser, wenn sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen sie per email: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für ihre Hilfe!

10 KOMMENTARE

  1. Wer die neuere Entwicklungsgeschichte mit nüchternem Geist betrachtet, kommt nicht zu dem in der Überschrift propagierten Ansatz.
    Die Chinesen verfolgen mit großem Fleiß, äußerster Disziplin und mit ausgewogener Weitsicht strategisch wirtschaftlich und technologisch ausgerichtete Ziele.
    Sie suchen nicht durch militärische Wettrüstung die Führung zu übernehmen, denn das wäre ihnen zu ineffizient. – Denn sie wissen, dass alles Handeln auf den
    Handelnden zurückschlägt, den wer zum Schwert greift, muss damit rechnen durch das Schwert zerstört zu werden. – Deshalb wird das oft verwendete Strategem vom General SUN TZU meistens aus rein populistischen Gründen falsch in Ansatz gebracht.

    Außerdem braucht man sich nur mal die Weltkarte ansehen. Diese riesige Staatsgebilde zusammen zu halten erfordert hohe geistige Fähigkeiten und Energien.
    Da kann man die nötigen Aufwendungen, um es vor äußeren Neidhammeln zu beschützen, als überschaubar bezeichnen.

    • China ist nicht auf Krieg aus, will aber nicht wehrlos sein. Pekings Vorteil gegenüber den USA liegt darin, kein weltweites Imperium verteidigen zu müssen, sondern sich auf die eigenen und beanspruchten Gebiete zu beschränken.

      • Sage ich doch, dass die Überschrift total verkehrt ist, denn China bereitet sich nicht auf Krieg vor, sondern ausschließlich auf Prophylaxe.

        • Sie verstehen das alte römische Sprichwort offenbar nicht. 🙂

          Wer nicht verteidigungsfähig ist, wird mit Krieg und Elend überzogen (siehe Libyen, Afghanistan, Irak, Syrien…). Nordkorea hat sich beispielsweise zum Selbstschutz Atomwaffen zugelegt und ein umfangreiches Artilleriesystem an der 38°-Linie aufgebaut, welches Seoul und das ganze nördliche Südkorea in Schutt und Asche legen würde, sollte es angegriffen werden. Wenn man Frieden haben will, muss man sich eben für einen Krieg rüsten. Oder anders ausgedrückt: Man kann den Preis einer feindlichen Invasion durch Aufrüstung so dermaßen in die Höhe treiben, dass dies keine feindselige Macht wagt. Dadurch wird man in keinen Krieg hineingezogen. 🙂

          • Nee, natürlich ich bin vollkommen verblödet und verstehe überhaupt nichts – nur soviel verstehe ich, dass nur Vollidioten sich für den Frieden bis zum eigenen Untergang Tod rüsten. —- Angefangen beim Osmanischen Reich, römischen Reich, Spowjetunion, DDR usw, usw.
            Ich bin der Überzeugung, dass Xi intelligenter ist.

          • Zu Indien/Pakistan: Die Atomwaffen haben jedoch bislang verhindert, dass die kleinen Scharmützel tatsächlich zu einem ausgewachsenen Krieg avancierten. Selbst jetzt, nach dem Schritt Indiens, will Pakistan nicht eskalieren.
            Zur Schweiz: Die Eidgenossen waren (siehe hier) auch jahrhundertelang in Kriege involviert. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg spielten vor allem politische (Neutralität) und finanzielle (Banken, Schwarzgeldkanäle usw.) Gründe eine Rolle, warum das Land von den Kriegswirren weitestgehend verschont blieb. Ganz zu schweigen davon, dass die Schweizer damals gute Beziehungen zu Berlin und Rom pflegten und mit Opportunismus dafür sorgten, aus dem ganzen Zweiten Weltkrieg herausgehalten worden zu sein.

            Ich spreche nicht von sich bis in den Tod zu rüsten, sondern sich so weit zu rüsten, dass ein Angriff dem Gegner so hohe Kosten verursachen würde, dass dieser sie nicht rechtfertigen kann. China dürfte inzwischen bereits diese Grenze erreicht haben. Sollten die Amerikaner und deren Verbündeten einen Angriffskrieg gegen China starten, wären die Verluste für sie bereits zu hoch, um sie ihrer eigenen Bevölkerung rechtfertigen zu können.

          • Noch eine kleine Ergänzung, wie tödlich man sich irren kann. —– Pakistan versus Indien . beide haben Atomwaffen und führen einen Dauerkrieg im Hindukusch. Haben sich die Beiden noch immer zu wenig aufgerüstet, um den Blödsinn einfach mal zu beenden?!

          • Es gab noch zwei Versuche von Gott Menschen zu erschaffen. Dabei entstanden die Bonobos und nördlich des Kongos die Schimpansen. Die Bonobos regeln ihre Dinge nach dem Motto: Make love no war. Die Chimpansen regeln ihre Dinge mit Gewalt.

            Als Gott das sah,wollte er endlich seine Versuchsserie vollenden, aber als er das Ergebnis erblickte, hat er auf weitere Versuche verzichtet.
            So vermehrt sich diese Fehlkonstruktion mit Liebesakten ungebremst, bis sie sich mit steigenden Gewaltakten selbst vernichtet.

  2. Und noch ein kleiner Nachtrag. Die Schweiz ist seit über 95o Jahren nicht überfallen worden.
    Man fragt sich über welche erfolgreiche militärische Waffe sie verfügen, um nicht überfallen zu werden?!

    Es muss wohl die lila Kuh mit ihrer süßen Schokolade sein. – Gebe den Menschen Süßes, und sie bleiben friedlich.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here