Der Präsidenten aus Russland und China, Wladimir Putin und Xi Ping - public domain

China und Russland arbeiten in den Bereichen Militär und Energie immer enger zusammen. Das wirkt sich auch auf die Geopolitik aus.

Das Verhältnis zwischen China und Russland nähert sich einer Phase, in der die zentrale Rolle der beiden in der globalen Szene herausgestellt wird. Um die Auswirkungen zu interpretieren, die Moskau und Peking auf die Gestaltung politischer und wirtschaftlicher Szenarien haben, ist es jedoch erforderlich, die wichtigsten Ereignisse zu erfassen, die ihre Beziehung im Laufe der Zeit geprägt haben.

Nach der Ausrufung der Volksrepublik China im Jahr 1949 schien der sozialistische Block angesichts der durch den Koreakrieg verursachten Destabilisierung Ostasiens solide zu sein. In diesem Konflikt, der 1950 begann, unterstützten China und die Sowjetunion Nordkorea, während die Vereinten Nationen dem Süden militärische und medizinische Hilfe gewährten. Im selben Jahr wurde der chinesisch-sowjetische Freundschafts- und Bündnisvertrag unterzeichnet, der zu verschiedenen Formen der finanziellen und diplomatischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern führte.

Diese Umstände änderten sich in den 1960er Jahren, als Spannungen den Dialog zwischen der VR China und der UdSSR bestimmten. In der Tat haben erhebliche Unterschiede die Debatte zwischen Mao Zedong und den Nachfolgern Josef Stalins gestört – insbesondere mit Nikita Chruschtschow, dessen Reformen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Entstalinisierung in China nicht begeistert aufgenommen wurden.

Alexander Lukin, Leiter der Abteilung für Internationale Beziehungen an der Nationalen Hochschule für Wirtschaft in Moskau, beschreibt einen der vielen Gründe für die ideologischen Spaltungen, die zur chinesisch-sowjetischen Trennung führten. In seinem Buch „China und Russland: Die neue Annäherung“ beschreibt Professor Lukin den Unterschied zwischen „rechts“ und „links“, der einen Ausgangspunkt für das Verständnis der Handlungen der beiden Regierungen darstellt. Die „rechte“ Gruppe hielt eine Übergangszeit für wichtig, um einige kapitalistische Elemente wie Marktwirtschaft und Privateigentum beizubehalten, bevor das kommunistische System vollständig ausgebaut wurde. Die „Linken“ entschieden sich für eine sofortige Sozialisierung der Wirtschaft, ohne solche Instrumente zu übernehmen. Während die erste Gruppe in der UdSSR vorherrschte, bevorzugten die Chinesen die letztere.

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