Mike Pompeo - Bild: Flickr.com / 禁书 网 CC BY-NC-ND 2.0

Die Balkanländer sollen sich lieber mit den USA verbünden anstatt mit Russland und China, so US-Außenminister Mike Pompeo.

Von Redaktion

US-Außenminister Mike Pompeo hat zwei winzige Balkanstaaten, Nordmazedonien und Montenegro davor gewarnt, dass Handelsabkommen die Risiken des chinesischen und russischen Einflusses bergen könnten. Er plädierte „zum Wohl“ ihrer Bürger für eine Allianz mit den USA.

„Wie ich es woanders auf meinen Reisen in Europa schon getan habe, warnte ich auch vor den Risiken chinesischer Investitionen in sensible Technologien und Chinas bestechungsintensiver Strategie zur Sicherung von Infrastrukturabkommen“, behauptete Pompeo am Freitag nach einem Treffen mit den führenden Vertretern Nordmazedoniens. „Die Vereinigten Staaten werden weiterhin eine Partnerschaft mit Ihnen eingehen, zum Wohle Ihrer Bürger, für die Region und für die Welt“, fügte er hinzu.

Berichten zufolge bezieht China die Balkanländer in sein Projekt „One Belt, One Road“ (Neue Seidenstraße) ein, um Handelsbeziehungen für chinesische Unternehmen zu öffnen und Kredite in Milliardenhöhe für den Bau von Eisenbahnen, Straßen und Kraftwerken zu vergeben.

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Washingtons höchster Diplomat hatte am Freitag einen kurzen Besuch bei den beiden Balkanstaaten begonnen, um ihre möglichen Rollen in dem von den USA geführten NATO-Militärbündnis zu erörtern. In dieser Zeit hat sich Moskau, das enge Beziehungen zu einigen Balkanstaaten unterhält, offen gegen eine Erweiterung der beiden mächtigen Allianzen auf die sechs westlichen Balkanstaaten ausgesprochen.

„Wir wollen, dass Nordmazedonien erfolgreich ist und nicht mit Korruption und Schulden zu kämpfen hat“, erklärte Pompeo am Freitag und sagte weiter: „Die Herzen und Gedanken der Bürger Nordmazedoniens sollten das Land nach vorne lenken, nicht die russischen Bots und Trolle in den sozialen Medien.“ Doch ist Mike „Ich war in der CIA, wir betrogen, wir logen, wir stahlen“ Pompeo wirklich der Mann, dem die Menschen auf dem Balkan vertrauen sollten?

„Sie haben Truppen zusammen mit uns in Irak und Afghanistan eingesetzt … Ich bin zuversichtlich, dass der US-Senat Ihr Beitrittsprotokoll im Herbst ratifizieren wird, damit wir Sie formell in das NATO-Team aufnehmen können“, unterstrich er.

Pompeo war seit 2017, als das Land dem NATO-Bündnis beitrat, der ranghöchste amerikanische Regierungsvertreter, der Montenegro besuchte. Er ist auch der höchste amerikanische Regierungsvertreter, der Nordmazedonien seit 2001 besucht.

Nordmazedoniens Bemühungen, sich in westliche Institutionen zu integrieren, wurden behindert, bis es im vergangenen Jahr mit dem benachbarten Griechenland eine Namensänderung vereinbarte. Griechenland hatte lange darauf bestanden, dass „Mazedonien“, der Name, den das Land nach dem Zerfall Jugoslawiens wählte, einen territorialen Anspruch auf die gleichnamige griechische Region implizierte.

Während seines Aufenthalts in Montenegro versprach Pompeo außerdem, dass Washington einen Vertrag abschließen werde, um leichte taktische Fahrzeuge im Wert von 36 Millionen US-Dollar an das Land zu liefern. Er lobte ferner die Zusammenarbeit der Geheimdienste mit Montenegro, durch die „wir in der Lage waren, einen Patch gegen die neueste russische (Computer-) Malware zu entwickeln, der jetzt Millionen von Geräten weltweit schützt.“

„Für Montenegro ist es von strategischer Bedeutung, dass die USA und die EU auf dem Balkan präsent sind, damit die Länder, die nicht dieselben Werte teilen, keinen Einfluss haben“, sagte Montenegros Ministerpräsident Dusko Markovic.

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1 KOMMENTAR

  1. Man muß sich nur mal das Verhalten der Chinesen ansehen, wenn es um die willkürliche Ausweitung ihres Hoheitsgebietes im angrenzenden Meer verhält, da werden einfach kleine Atolle zu chinesischem Land erklärt und ausgebaut und schon haben sie ihre Landnahme ohne Zustimmung der anderen durchgesetzt, obwohl dies allen durch internationale Regelungen verboten ist und wer das nicht sehen will, der scheint nicht zu begreifen, wozu die wirklich bereit sein könnten, das ist alles nur eine Frage von Zeit, mehr nicht.

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