Annegret Kramp-Karrenbauer will am Zwei-Prozent-Ziel der NATO festhalten und Unsummen in die Militarisierung Deutschlands stecken.

Von Marco Maier

Man könnte es schon „vorauseilenden Gehorsam“ nennen, was sich Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gestern leistete. Denn vor ihrem Treffen mit US-Verteidigungsminister Mark Esper in Washington verdeutlichte sie, dass sie am Zwei-Prozent-Ziel bei den Rüstungsausgaben festhalten wolle.

„Es geht darum, dass das, was wir zugesagt haben, in der NATO, in Europa, auch zur eigenen Landesverteidigung umgesetzt werden kann“, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Mittagsmagazin. Gut, Union und SPD waren vor einigen Jahren so dämlich, der von Washington geforderten Aufrüstungsspirale der NATO zuzustimmen, anstatt die Mittel für die Bundeswehr entsprechend dem tatsächlichen Bedarf für eine Modernisierung der Landesverteidigung flexibel handzuhaben.

Das Problem liegt ja nicht darin, der Bundeswehr ausreichende Mittel bereitzustellen, um sie so in einem wehrfähigen Zustand zu halten. Vielmehr liegt das Problem darin, dass sich die Bundeswehr nach Ansicht der NATO-Strategen auf einen möglichen großen Krieg gegen Russland vorbereiten soll. Zudem brauchen die Amerikaner zur Aufrechterhaltung ihres globalen Imperiums die militärische Hilfe ihrer „Alliierten“, da die Überdehnung der US-Streitkräfte einfach schon zu offensichtlich ist und diese zusehends an ihre Grenzen stoßen.

Die Deutschen müssen sich fragen, ob sie wirklich jährlich zig Milliarden Euro mehr in die Bundeswehr – und vielmehr noch in die NATO-Rüstungsindustrie – stecken wollen, wenn das schlussendlich nur auf Kriegsvorbereitungen hinausläuft. Unter dem Druck der Kalten Krieger im Pentagon und der NATO wird eine feindselige Ostpolitik vollzogen, anstelle einer konstruktiven Nachbarschaftspolitik.

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Wie gesagt: Es spricht nichts dagegen, genügend Geld in eine funktionierende Bundeswehr zu investieren, die ihre Kernaufgaben erfüllen kann. Doch eine massive Aufrüstung nur zur Erfüllung der Wünsche der Kriegstreiber in Washington und Brüssel ist garantiert nicht im Interesse der Deutschen. Wer Kramp-Karrenbauers CDU wählt, wird sich vielleicht dereinst vor seinen Kindern und Enkelkindern dafür verantworten müssen, die Vorbereitungen für einen vernichtenden Dritten Weltkrieg unterstützt zu haben.

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5 thoughts on “Zwei-Prozent-Ziel: AKK auf Washingtons Linie”

  1. Trump bezieht sich nur auf eine Abmachung früherer Regierungen, wo man innerhalb der Nato Beschlüsse gefaßt hat und Deutschland hat sich zumindest mündlich zu 2% vom Gesamthaushalt bekannt und das fordert er ein und so ganz unrecht hat er nicht, wenn auch keine Verpflichtung dahinter steckt, aber dennoch müßte das gesprochene Wort etwas gelten, will man sich selbst in seiner Anerkennung nicht überflüssig machen und da sind ja gerade die Roten darauf spezialisiert sich nahezu bei allen Angelegenheiten selbst in Frage zu stellen.

  2. Ich möchte keine Frauen mehr in der Politik sehen.
    Ich möchte auch keine Männer in Frauenkörpern und Frauen in Männerkörpern mehr in der Politik sehen.
    Was ist das nur für ein Volk,welches solche Versager,Perverse,Drogensüchtige,Egomanen und windige Taugenichtse als ihre Anführer wählt.
    Mir kommt nur noch die Galle hoch.

    Halt, morgen ist wieder ein schöner Herbsttag und die Sterne leuchten immer noch.

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