Wladimir Putin. Bild: kremlin.ru

In Russland werden bereits einige Pilotprojekte für eine wirtschaftliche Neuordnung umgesetzt. Der „Putin-Plan“ ist eine brauchbare Alternative zum westlichen Kapitalismus.

Ist es Zeit für eine neue Unabhängigkeitserklärung? Wenn wahre individuelle Wahl und Wahrheit ein Faktor der Freiheit sind, ist das Schreiben nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit an der Wand. Die Vermögensunterschiede, die sich zu einer undurchdringlichen Mauer zwischen den Eliten und dem Rest von uns entwickelt haben, sind nur ein Symptom für verfallende Ideen, die längst ihren Glanz verloren haben. Wir müssen einfach zu einem anderen Plan übergehen, einem Plan, der von innovativen Denkern ausgearbeitet wurde.

Der Mythos des Kapitalismus

Fast hätte ich meinen Morgenkaffee fallen lassen, als ich die Überschrift „Der Wettbewerb stirbt und nimmt den Kapitalismus mit sich“ von Jonathan Tepper, einem Mitarbeiter von Bloomberg, überflog. Ich bin mir nicht sicher, warum der Artikel fast ein Jahr nach seiner Veröffentlichung aufgetaucht ist, aber die Tatsache, dass er aufgetaucht ist, gibt mir neue Hoffnung. Bloomberg ist, wie wir alle wissen, nicht genau die Quelle, aus der wir anti-elitäre Informationen erhalten. Trotzdem ist Teppers Bericht fair und faszinierend. Die Geschichte beginnt mit einem Auszug aus Teppers Buch „Der Mythos des Kapitalismus: Monopole und der Tod der Konkurrenz“.

„Wir brauchen eine Revolution, um Monopole abzustoßen und die unternehmerische Freiheit wiederherzustellen.“

Eine „Revolution“, sagt der ehemalige Handelsguru von Lehman Brothers, ist das einzige, was den Kapitalismus vor dem sicheren Tod retten kann. Um den Begründer von Variant Perception, einer makroökonomischen Forschungsgruppe, zu zitieren:

„Die zunehmende Marktmacht marktbeherrschender Unternehmen hat zu weniger Wettbewerb, geringeren Investitionen in die Realwirtschaft, geringerer Produktivität, geringerer wirtschaftlicher Dynamik bei weniger Neugründungen, höheren Preisen für marktbeherrschende Unternehmen, niedrigeren Löhnen und größerer Vermögensungleichheit geführt. Die Beweise aus Wirtschaftsstudien ergießen sich wie eine Flut.“

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2 KOMMENTARE

  1. Wir brauchen im Westen keine Revolution, keine weiteren ideologischen und gedanklich idiotischen Wirtschaftssysteme, die nur gesellschaftlichen Zerpflückungen dienen und in aller monströs-unrealistischen Gedankenfickerei die Länder abschwächen. Was der Westen braucht, sind auf Realität bezogene Wirtschafts- und Gesellschafts-Analysen, die massgebliche Erfahrungen miteinbeziehen und in die kommende Zukunft mögliche Szenarien einschliessen. Alles andere kann man in den Kübel werfen.

    Es gab nie einen Kommunismus, nie einen Kapitalismus, nie einen Bolschewismus, nie einen Sozialismus, sondern immer nur Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme, in denen kleine Machtgruppen ihre Vorteile suchten und verwirklichten. Und offensichtlich sind für die Durchsetzung von Partikularinteressen einzelner Gruppen – wie die jüngste Geschichte zeigt – verschiedene pseudo-intellektuell erstellte Theorien und Szenarien möglich. Die profitierenden Oberschichten arbeiten immer gleich, egal in welchem Theorien-System sie sich befinden.

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