S-400. Bild: © Sputnik / Dmitriy Vinogradov

Wie neue Satellitenbilder zeigen, sind die kürzlich an die Türkei gelieferten S-400 Luftabwehrsysteme bereits aufgestellt. Erdogan lässt keine Zeit verstreichen.

Von Redaktion

Anfang letzter Woche kündigte die Türkei den Beginn einer zweiten Runde von S-400-Komponentenlieferungen aus Russland an. Der türkische Präsident Erdogan traf sich in Moskau mit Putin, um Gespräche über die Entwicklungen in Syrien zu führen. Aber es scheint, dass bereits die erste Charge – die im Juli auf der Mürted Air Base in der Nähe von Ankara ausgeliefert wurde – in Betrieb gegangen ist, wie neue Satellitenbilder zeigen.

Die führende kommerzielle Satellitenbild-Website ImageSat International gab am Dienstag bekannt, dass „die kürzlich aus Russland in die Türkei gelangte S-400 zum ersten Mal in Betrieb genommen und in Ankara eingesetzt wird“.

ImageSat stellte fest, dass gemäß den neu veröffentlichten Bildern die Launcher des Systems noch nicht geladen sind, jedoch „die Radare stationiert und bereitgestellt sind“.

„Es ist wahrscheinlich, dass ein Teil des Beobachteten in der zweiten Sendung von Russland nach Ankara gelangt ist, nachdem die erste Sendung im Juli 2019 stattgefunden hat“, so die Analyse.

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Es ist wahrscheinlich, dass der derzeit beobachtete Standort eine „Übungs- und Test“-Bereitstellung ist, er könnte jedoch laut ImageSat auch zum permanenten Betriebsstandort werden.

Türkische Medienberichte deuten darauf hin, dass die zweite Lieferung für das fortschrittliche russische Luftverteidigungssystem innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein wird. Es wird erwartet, dass die S-400 bis April 2020 vollständig in der Türkei stationiert und einsatzbereit sind.

Was am wichtigsten ist, ist, dass der nun bestätigte hastige Einsatz des ersten S-400-Systems in Ankara zeigt, dass Erdogan von den kürzlich angedrohten US-Sanktionen und der Aufhebung der Teilnahme der Türkei am US-F-35-Programm völlig unbeeindruckt ist. Er hat ja bereits mitgeteilt, dass er sich auch für russische Kampfjets begeistern kann.

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1 KOMMENTAR

  1. Man kann die Türkei zu diesem Schritt nur
    beglückenwuenschen, diesen abgehobenen USA die kalte Schulter zu
    zeigen. Wir als Deutsche sollten das mal
    wagen.

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