Trump droht mit der Freilassung von IS-Häftlingen an Europas Grenze

Trump sagt, dass die USA nicht Tausende von IS-Kämpfern in Guantanamo Bay behalten werden.

Von Jason Ditz / Antikrieg

In seinen Kommentaren an diesem Wochenende gegenüber Reportern konzentrierte sich Präsident Trump auf die Tausenden von IS-Häftlingen, die derzeit in Syrien festgehalten werden und beklagte, dass Frankreich und Deutschland sich weigern, ihre eigenen Bürger unter ihnen aufzunehmen.

Trump erklärte „Ich habe das Kalifat besiegt“ und beklagte sich, dass „wir jetzt Tausende von Kriegsgefangenen haben“, obwohl der Anteil der USA an der Festnahme minimal erscheint und die kurdische YPG diejenige ist, die dieses große Gefangenenlager tatsächlich leitet.

Weder Frankreich noch Deutschland haben großes Interesse an der Rückführung von Hunderten oder Tausenden von Bürgern bekundet, wenn auch Trumps Ärger darüber schwer zu rechtfertigen ist, da auch die USA versuchen, sich der Rückführung von Gefangenen zu entziehen, indem sie ihnen die Staatsangehörigkeit aberkennen.

Trump sagt, dass er letztendlich nicht Milliarden und Abermilliarden von Dollar ausgeben wird, um alle Kriegsgefangenen zu halten, sondern: „Wir werden sie wahrscheinlich an die Grenze bringen, und dann werden sie sie wieder gefangen nehmen müssen“.

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Französische Staatsangehörige galten immer als eine der größten Quellen für IS-Kämpfer. Eine große Anzahl von mit dem IS verbundenen Bürgern erweckte in Frankreich Befürchtungen für die Zeit nach Kriegsende, und man scheint es vorzuziehen, so zu tun, als gäbe es diese Kämpfer nicht und sie stattdessen alle in einem Lager in der syrischen Wüste zusammentreiben zu lassen.

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2 Kommentare

  1. „Wir werden sie wahrscheinlich an die Grenze bringen, und dann werden sie sie wieder gefangen nehmen müssen“.
    Darin haben die Amis ja Praxis und Erfahrung.
    Als im Jahre 2000 in der Dominikanischen Republik ein Machtwechsel stattfand und Hipolito an die Macht kam, der sich gleich mit den Usa anlegte, folgte im Nu die Retourkutsche.
    Die Usa entleerten ihre Gefängnisse, stopften sie in Flieger voll mit dominikanischen und haitianischen Schwerstverbrechern, flogen sie aus und entleerten diese in S. Domingo. Diese verteilten sich übers Land und im Handumdrehen konnte man die Dom. Rep. als Einwanderungsland wegen ihrer Unsicherheit abschreiben.

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