Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke). Bild: Flickr / blu-news.org CC-BY-SA 2.0

Die Wähler in Thüringen setzen verstärkt auf die Linke und die AfD. Es zeichnet sich ein politisches Patt ab.

Von Redaktion

Wie das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag der Mediengruppe Thüringen feststellte, setzt sich rund einen Monat vor der Landtagswahl im Freistaat die Polarisierung der Wähler fort. Sowohl die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow als auch die AfD von Björn Höcke profitieren von der aktuellen politischen Stimmung im Bundesland.

Denn die regierende Linke kann sich gegenüber der August-Umfrage um drei Punkte auf nunmehr 29 Prozent Stimmenanteil verbessern, während die AfD ebenfalls um drei Zähler auf nunmehr 24 zulegt. Die sich in der Opposition befindliche CDU muss einen Punkt abgeben und kommt auf nur mehr 23 Prozent der Stimmen. Auch die Grünen verlieren (-2) und kommen nun wie die SPD auf neun Prozent der Stimmen. Der FDP bleibt mit 4 Prozent weiterhin der Einzug in den Landtag verwehrt.

Damit erzielt die Rot-Rot-Grün-Koalition 47 Prozent der Wählergunst und liegt damit mit der Mitte-Rechts-Opposition von AfD und CDU gleichauf. Würde man die Stimmen der FDP hinzuzählen, ergäbe sich sogar eine Mitte-Rechts-Mehrheit in Thüringen.

Eine Neuauflage der bestehenden Linksregierung könnte angesichts des Patts unter Umständen schwierig werden. Je nachdem, wie es sich weiterentwickelt, könnte es sogar zu einer linken Minderheitsregierung unter Duldung der CDU kommen.

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1 KOMMENTAR

  1. Erstaunlich hohe Werte für Linke (besonders der Zuwachs) und CDU, bei Letzterer besonders unverständlich, angesichts der Leistungen und Personalien auf Landes- und Bundesebene.
    Oder liegt die „Pfiffigkeit“ der hiesigen CDU-Wähler nochmal deutlich unter dem derer im Bundesdurchschnitt?

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