Südchinesisches Meer: Vietnam testet Chinas Geduld

Vietnam möchte ein Gasfeld vor der Küste im Südchinesischen Meer zusammen mit US-Ölkonzernen ausbeuten. Wie reagiert China darauf?

Die Kommunistische Partei Chinas ist sich der Herausforderungen bewusst, die sich aus ihrem Aufstieg für die etablierte Ordnung und vor allem für die Vereinigten Staaten ergeben. Peking ist deshalb Deng Xiaopings berühmtem Spruch gefolgt: „Verbirg deine Kraft, warte deine Zeit ab.“ Die Chinesen möchten vermeiden, dass Thukydides‘ Falle früher zuschnappt, als sie vorbereitet sind, was einen Konflikt zwischen einem Hegemon und einer aufsteigenden Macht bedeutet.

Die wachsenden Spannungen im Südchinesischen Meer werden von allen Beteiligten als Test für das derzeitige Kräfteverhältnis in der Region angesehen. Peking beansprucht einen Großteil des Gebiets aufgrund der umstrittenen Neun-Strich-Bewertung. Nach dieser Behauptung kann China große Teile des Meeres beanspruchen, die Öl und Gas im Wert von bis zu 2,5 Billionen US-Dollar fassen könnten.

Vietnam ist eines der Länder, die am meisten verlieren werden, wenn Peking sein Ziel erreicht. In letzter Zeit ist Hanoi noch isolierter geworden, als andere Anrainerstaaten die Einheitsfront der ASEAN gegen China aufgegeben haben. Die Philippinen stehen kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens zur gemeinsamen Exploration von Öl und Gas, während Malaysia sich bereit erklärt hat, einen bilateralen Dialogmechanismus einzurichten, um die Spannungen zu entschärfen.

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