Besitzen Sie einen Smart-TV? Dann wird Ihr Gerät wohl sehr wahrscheinlich auch viele sensible Informationen und Daten weiterleiten.

Von Redaktion

Eine Studie von Forschern der Northeastern University und des Imperial College London ergab, dass viele beliebte Smart-TV-Modelle, darunter Modelle von Samsung und LG sowie die Streaming-Dongles Roku und Amazon FireTV, sensible Benutzerdaten an Werbetreibende weiterleiten. Die oben aufgeführten Modelle teilen nach Angaben der „Financial Times“ Daten wie Standort und IP-Adresse mit Netflix, Facebook und Drittanbietern.

Gerade als Social-Media-Unternehmen damit begannen, ihre Datenerfassungspraktiken zu ändern, um die Privatsphäre der Benutzer besser zu respektieren, ist das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) die nächste Bedrohung. Smart-TVs werden auch in Deutschland immer beliebter.

In einigen Fällen wurden Benutzerdaten an Netflix gesendet, obwohl sie kein Konto hatten. Und es geht nicht nur um Smart-TVs: Andere Smart-Geräte, von Lautsprechern bis hin zu Kameras, wurden beim Senden von Benutzerdaten an Dritte wie Spotify ertappt.

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Immer mehr Menschen haben einen Smart-TV oder einen Roku- oder Apple-TV. Nahezu alle diese Geräte verfügen über eine Erkennungstechnologie, die nachverfolgt, was Sie sehen, und verkauft Daten, die in etwa Ihren Interessen entsprechen, an Werbetreibende.

In einer separaten Studie der Princeton University zu Smart-TVs stellten die Forscher fest, dass einige von Roku und FireTV unterstützte Apps Daten wie bestimmte Benutzerkennungen an Dritte, einschließlich Google, senden.

Amazon war einer der Drittparteien, mit denen etwa die Hälfte der von Forschern im Nordosten getesteten Geräte Kontakt aufgenommen hat.

„Amazon wird von fast der Hälfte der Geräte in unseren Tests kontaktiert, was auffällt, weil Amazon viele Informationen darüber ableiten kann, was Sie mit verschiedenen Geräten in Ihrem Haushalt tun, einschließlich derer, die sie nicht herstellen.“ sagte David Choffnes, Informatiker an der Northeastern University und einer der Autoren der Studie. „Sie haben auch viel Einblick in das, was ihre Konkurrenten tun.“

Da die meisten von den Geräten gemeinsam genutzten Daten verschlüsselt waren, konnten die Forscher in einigen Fällen nicht genau sagen, was übertragen wurde.

„Sie können definitiv sehen, dass etwas stattfindet, aber was sie genau sehen können, hängt davon ab, was der Hersteller sendet, und wir haben nicht versucht, es neu zu konstruieren“, sagte Hamed Haddadi, Informatiker am Imperial College und ein anderer Autor der Studie.

Der Hunger nach den Daten der Menschen ist unersättlich und wer weiß, welchen Unfug die Konzerne schlussendlich noch damit anfangen werden. Beim Verkauf an die Werbeindustrie wird es wohl nicht bleiben…

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