Schweinehälften im Schlachthof.

Die Afrikanische Schweinepest und eine wachsende Nachfrage aus China treiben die Preise für Schweinefleisch auch in Deutschland nach oben. Die Konsumenten müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen.

Von Marco Maier

Während das globale Angebot wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in China, Teilen Asiens und Teilen Europas deutlich einbrach, wächst die Nachfrage weiterhin an. Das macht sich auch preislich bemerkbar. Auf den Märkten ist das Schweinefleisch während der letzten drei Monate teils um bis zu 40 Prozent teurer geworden.

Gerade für die Metzgerbetriebe wird dies immer schwieriger, weil sie die Preiserhöhungen stärker weitergeben müssen als jene, die verarbeitetes Fleisch verkaufen und dieses mit mehr Marinade strecken können. Das wird sich auch im Geldbeutel der Konsumenten bemerkbar machen. Angesichts der vorherrschenden Geiz ist geil-Mentalität könnte dies jedoch den ohnehin schon mit der Billigkonkurrenz der Supermärkte und Discounter kämpfenden Betrieben an die Substanz gehen.

Einige Großlieferanten mussten schon Insolvenz anmelden, weil sie als Lieferanten für große Supermarktketten an langfristige Verträge gebunden sind und so kaum Spielraum für die Weitergabe von Preiserhöhungen hatten. Für die Schweinebauern selbst ist die momentane Lage jedoch gut, da sie für ihre Tiere einen deutlich besseren Preis bekommen. Bereits im Juni vermeldete der NDR, dass die niedersächsischen Schweinemäster pro Schwein um 20 Euro mehr bekamen als noch im Mai. Inzwischen sind die Preise noch weiter gestiegen.

Die gesamte EU exportierte von Januar bis Mai 2019 insgesamt um 15 Prozent mehr Schweinefleischprodukte als im selben Vorjahreszeitraum, die Ausfuhr nach China legte sogar um 42 Prozent auf 813.000 Tonnen zu – ein Plus von 43 Prozent. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage aus China auch im Rest des Jahres weiterhin hoch bleibt – und so die Preise weiter in die Höhe treibt.

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2 KOMMENTARE

  1. Ist schon seit mindestens einem Jahr teuerer und nach meiner Wahrnehmung um gut 30% im Preis gestiegen und von der kleinen Differenz leben sie besser sollte man meinen, aber wenn sie sich da mal nicht täuschen, die Kunden lassen es liegen und sind doch ausgeschlafener als manche denken und somit geht der Schuß nach hinten los und es wäre nicht das erste mal, daß sie die Preise wieder senken, das muß erst bei der Landwirtschaft direkt ankommen, spätestens dann wird sich was ändern, vorher nicht.

  2. Die Schweinefleisch Preise sind wirklich Schweinepreise.
    Ich finde es unerträglich,wenn im Supermarkt das Kilo Schwein für 3,50 angeboten wird.Wer soll da noch etwas verdienen,wie soll da ein Tier anständig aufgezogen werden.Das ist unmöglich.Ich boykottiere das und kaufe Bio Fleisch,respektive Haltungsform 4.
    Ist mir egal,wenn es mehr kostet,dann esse ich einfach weniger.
    Geiz ist nicht geil,Geiz ist ekelhaft.

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