Saudi-Arabien: US-produzierte saudische Luftabwehr gegen Drohnen wirkungslos

Sowohl die Patriot-Systeme als auch das US-Aegis Ashore-System zeigen sich gegen den Einsatz von Drohnen als wirkungslos. Dies verdeutlichen die Houthi-Angriffe auf die saudi-arabischen Ölanlagen.

Von Redaktion

US-amerikanische Luftverteidigungssysteme konnten den Drohnenangriff der vergangenen Woche in Saudi-Arabien nicht abwehren, da sie die angegebenen Parameter nicht erfüllten, teilte eine hochrangige Quelle des russischen Verteidigungsministeriums den Medien am Donnerstag mit.

Die Nordgrenze Saudi-Arabiens wird durch 88 Patriot-Systeme des US-Rüstungskonzerns Raytheon geschützt: 36 PAC-2 und 52 neuere PAC-3. Im Persischen Golf, nahe der Küste Saudi-Arabiens, seien drei US-Zerstörer mit dem Luftverteidigungssystem Aegis und 100 Raketen SM-2 bewaffnet.

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„Es stellt sich die Frage, warum eine so starke Luftverteidigung Dutzende von Drohnen und Marschflugkörpern durchlässt. Dafür kann es nur einen Grund geben: Die vielfach beworbenen US-Systeme Patriot und Aegis unterschreiten die offiziell deklarierten Parameter. Ihre Wirksamkeit gegen kleine Luftziele und Marschflugkörper sind niedrig“, sagte die Quelle. „Sie sind nicht darauf vorbereitet, die massiven Luftangriffe des Feindes in realen Kampfsituationen abzuwehren.“

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Er fügte hinzu, dass die Entschuldigungen des US-Außenministers Michael Pompeo „selbst die beste Luftverteidigung scheitert manchmal“ möglicherweise nur akzeptiert würden, wenn ein einziges Patriot-System zum Schutz einer angegriffenen Einrichtung beteiligt wäre. Aber wenn gleich 88 dieser Systeme versagen, sowie jene der US-Zerstörer vor der Saudi-Küste, wirkt dies als billige Ausrede.

Angriff und seine Auswirkungen

Zehn Drohnen trafen in den frühen Morgenstunden des 14. September Ölfabriken des saudischen Unternehmens Aramco im Osten des Landes, darunter die weltweit größte Ölverarbeitungsanlage in der Nähe von Abqaiq und eine Ölraffinerie in Hurais, dem zweitgrößten Ölfeld des Landes. Die Angriffe verursachten Feuer in 13 Einrichtungen.

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Dies führte zu einem mehrtägigen größeren Produktionsausfall. Auch stellt sich die Frage, ob die Saudis im Falle eines Krieges gegen die Iran überhaupt in der Lage wären, ihre Öleinrichtungen auch nur einigermaßen zu sichern. Die Saudi-Führung gerät jedenfalls schon stark unter Druck.

 

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Ein Kommentar

  1. Die Hardcorefreaks brauchten wieder mal einige medienwirksame große Rauchwolken. Da sprengt man dann einfach einen Altölteich und ein paar marode Tanks in die Luft. Frei nach dem Motto, dass die Massen immer nur das für Wahrheit halten, was sie mit >eigenen Augen< auch wirklich sehen können.

    Bei 911 hat die Flugabwehr der modernsten Militärmacht der Welt ja auch "versagt". Warum sollte diese Frage nun ausgerechnet hier relevant sein?! – Die Saudis brauchen doch nur das bereits angebotene Update für ihre Patriots kaufen.

    Putin hat doch sein S400 System auch schon ganz uneigennützig angeboten.

    Ein Narr, wer Böses bei dieser ganzen Geschäftemacherei denkt.

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