Michael Kretschmer. Bild: Pawel Sosnowski / Sächsische Staatskanzlei CC BY-SA 4.0

Die Stimmen bei der Landtagswahl in Sachsen sind ausgezählt. Nun beginnnt das Koalitionsdilemma für die CDU.

Von Michael Steiner

Wenn man sich das Vorläufige Ergebnis des Landeswahlleiters in Sachsen ansieht, wird klar: Rund 60 Prozent der Wähler haben sich für die (dort klassisch rechtskonservative) CDU und die AfD entschieden. Erstere erhielt 32,1 (-7,3) Prozent, letztere 27,5 (+17,8) Prozent. Nimmt man noch die FDP und die Freien Wähler (FW) hinzu, die mit 4,5 bzw. 3,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten, kann man sogar sagen: mehr als zwei Drittel der Sachsen haben keine linke Partei gewählt.

Für die Sachsen-CDU ist dies jedoch ein Dilemma. Mit der AfD wollen gewichtige Teile der Partei nicht koalieren, doch eine Koalition mit Grünen (8,6 Prozent) und SPD (7,7 Prozent) entspicht absolut nicht dem Wählerwillen. Der Großteil der sächsischen CDU-Wähler will keine linke Politik, das dürfte auch Michael Kretschmer wissen.

Lässt er sich darauf ein, dann könnte bei der nächsten Landtagswahl durchaus ein erneutes Wahlfiasko drohen und das langjährige CDU-Stammland endgültig an die AfD fallen. Für die etablierte Politik wäre dies ein Horrorszenario. Andererseits könnte (besser: müsste) die Rechtspartei dann beweisen, dass sie es besser macht als jene, die sie immer wieder für ihre Politik kritisiert.

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1 KOMMENTAR

  1. Die CDU in Sachsen und die SPD in Brandenburg plusterten sich gestern auf, als hätten sie die Schlacht gewonnen und obwohl schwer angeschlagen sind, sind sie ohne weiteren Koalitionspartner nicht regierungsfähig und diese erneute Niederlage wird als Sieg für die Dummen verkauft und die eigentliche Partei mit phänomenalem Zuwachs sind die Blauen und der ist so gewaltig, daß man nicht mehr davon ausgehen kann, daß die Schwarz-Rote Politik noch so gefragt ist und auffallend ist auch die neue Taktik der gesamten Linken, man spricht seit neuestem nicht mehr von Nazis, sondern von Hetzern, vermutlich hat sich dieser Begriff schon zu sehr abgewetzt und nun versucht man es mit der neuen Masche, aber die allgemeine Methode der Verunglimpfung wird stramm beibehalten, wie man gestern wieder in allen linken Gazetten sehen konnte und der Erfolg der Blauen im Osten wird auch teilweise auf den Westen übergehen, langsamer, aber bestimmt und wenn man den erbärmlichen Rest der Roten sieht, dann müßten sie alle geschlossen zurücktreten und im übrigen, wo war denn gestern Frau Merkel und Frau KK, waren sie unpäßlich oder bereiten sie gerade ihren Abgang vor, denn mit solchen Zahlen würde kein normaler Mensch mehr weitermachen, dazu muß man entweder total verblendet oder realitätsfremd sein, denn wer den politischen Gegner als Hilfsmittel zum weiterregieren benötigt hat schon verloren und die alten Anhänger sterben weg und der Mittelbau hat sich schon anderweitig orientiert und das ist die große Fehleinschätzung dieser Strategen vor dem Herrn.

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