Das S-400 "Triumf" System. Bild: RIA

Russland schützt seine Nordwestflanke in der Arktis und stationiert seine fortschrittlichen S-400 Luftabwehrsysteme dort in der Region.

Von Redaktion

Russland, China und die USA stürmen alle in die Arktis und versuchen, ihre militärische Dominanz in einem Teil der Welt zu etablieren, in dem natürliche Ressourcen im Wert von 35 Billionen US-Dollar unter dem Meeresboden verborgen sein könnten. Jetzt stürzt sich auch Russland verstärkt in die Arktis und meldete den Einsatz neuer Raketenabwehrsysteme in der Region.

Die russische Nordflotte teilte mit, das neue S-400 Triumph-System sei auf dem Archipel von Novaya Zemlya in der Arktis installiert worden. „Das Luftverteidigungsregiment der russischen Nordflotte, das auf der Insel Juschny im Novaya Zemlya-Archipel stationiert ist, wurde komplett mit neuen S-400-Systemen ausgestattet“, heißt es in der Erklärung.

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Das Luftabwehrregiment der Nordflotte ist mit S-400 ausgerüstet, das als das fortschrittlichste Raketenabwehrsystem der Welt gilt und feindliche Ziele mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern treffen kann.

Am Mittwochmorgen teilte die Direktion für die staatliche Grenzregulierung der Russischen Föderation der Nachrichtenagentur NGS24 in Krasnojarsk mit, dass am Kap Tscheljuskin, etwa 1.300 Kilometer östlich von der Stationierung der S-400, eine große Radarstation gebaut wird.

Das Projekt heißt offiziell „Radiotechnischer Punkt Chelyuskin“ und umfasst Projektkosten in Höhe von ca. 19 Millionen US-Dollar. Die erwartete Fertigstellung der Radarstation erfolgt innerhalb von 33 Monaten.

Novaya Zemlya und Cape Chelyuskin befinden sich im nördlichsten Punkt Russlands. In diesem Gebiet wird die gesamte Schifffahrt entlang der Nordmeerroute als strategisches Gebiet für die Entwicklung der russischen Arktis angesehen.

Russland hat in den letzten Jahren seine militärische Präsenz in der Arktis stark ausgebaut. Es hat auch Explorationsaktivitäten wie Öl- und Gas- und Mineralgewinnung verstärkt.

Washington hat Moskau allgemein für seine verstärkte Präsenz in der Arktis kritisiert. Als Reaktion auf die Kritik sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow, dass Moskau niemanden einschüchtern werde und dass die verstärkten Verteidigungsfähigkeiten in der Arktis den Schutz seiner Vermögenswerte zum Ziel hätten.

Russland und China errichten die „Polarseidenstraße“ in der Arktis, da die globale Erwärmung neuen Schifffahrtswegen und wirtschaftlichen Möglichkeiten Platz machen.

In der Arktis befinden sich mindestens 20-25 Prozent der weltweit ungenutzten fossilen Brennstoffressourcen sowie Mineralien wie Gold, Silber, Diamanten, Kupfer, Titan, Graphit, Uran und seltene Erden.

Kanada, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Russland, Schweden und die USA haben den Arktischen Rat eingerichtet, ein Forum für zwischenstaatliche Zusammenarbeit, das alle zwei Jahre Ministertreffen über die Region abhält. Es ist ein Versuch, die Arktis zu stabilisieren und Konflikte zu vermeiden, während Unternehmen und Regierungen in die Region vordringen, um neue wirtschaftliche Möglichkeiten zu ergreifen.

Mit den neuesten Nachrichten von Russland, das die Arktis militarisiert, wird dies nicht gut mit der Trump-Regierung zusammenpassen, die versucht hat, Grönland zu kaufen. Die Arktis und ihre Ressourcen werden ein Hauptthema der 2020er Jahre sein.

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