Putin bei der Tagung der Keren Hayesod-Wohltätigkeitsorganisation in Moskau. Bild: © Mikhail Metzel/ITASS

Der russische Präsident kündigte an, er werde im Januar 2020 nach Israel reisen und an der feierlichen Enthüllung eines Denkmals für die Opfer der Belagerung von Leningrad teilnehmen.

Von Redaktion

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Dienstag, er sei stolz darauf, dass die Beziehungen Russlands zu Israel ihren bisher höchsten Stand erreicht hätten. „Wir in Russland legen großen Wert auf die Entwicklung vielfältiger und für beide Seiten vorteilhafter Beziehungen zum Staat Israel. Wir bemühen uns, diese Beziehungen partnerschaftlich und konstruktiv aufzubauen“, sagte Putin auf einem Kongress der israelischen Wohltätigkeitsstiftung Keren Hayesod. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

„Ohne jede Übertreibung kann ich mit Stolz sagen, dass es nie zuvor ein derartiges Verhältnis zwischen Russland und Israel gegeben hat, mit Ausnahme natürlich der allerersten Monate und der ersten Jahre nach der Gründung des Staates von Israel“, betonte Putin.

„Die russisch-israelischen Beziehungen zeichnen sich durch einen bedeutenden politischen Dialog aus“, sagte der russische Staatschef und fügte hinzu, er habe regelmäßige Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gehabt. Das jügnste fand letzte Woche in Russlands Badeort Sotschi statt. „Wir tauschen häufig Meinungen aus, führen telefonische Konsultationen, diskutieren aktuelle Ereignisse, manchmal die drängendsten Themen auf der globalen und regionalen Agenda und der bilateralen Zusammenarbeit.“

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Putin wird im Januar 2020 nach Israel reisen und an einer Zeremonie teilnehmen, um ein Denkmal für die Opfer der Belagerung von Leningrad zu enthüllen.

„Der [israelische] Präsident Reuven Rivlin hat mich im Januar nächsten Jahres zu einem Besuch nach Israel eingeladen, um an den Ereignissen zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und dem Gedenktag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust teilzunehmen. Ich werde dieses Angebot nutzen, wie ich kürzlich bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sagte. Ich hoffe, dass die israelische Führung und ich während des Besuchs ein Denkmal enthüllen werden, das den Opfern der Belagerung von Leningrad gewidmet ist und auf Initiative von israelischen Veteranen erbaut wurde“, sagte Putin dem israelischen Keren Hayesod-Kongress.

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1 KOMMENTAR

  1. Das diplomatische Gelabere von Putin bzgl. Israel nervt, weil darin keine Aufrichtigkeit auszumachen ist. Schwer zu begreifen, dass Putin solchen hohlen Schrott herausposaunt – sofern die Nachricht wahr ist. In jedem Fall wird hier auch eine propagandistische Schlacht geführt.

    Putin ging in den letzten Tagen – zumindest offiziell – verbal konsequent und hart mit Israel und seinen militärischen Angriffen auf die Nachbarländer ins Gericht – dies mit deutlichen Androhungen. Super Verhältnis, was? Zwischen Russland und Israel! Wer’s glaubt, wird selig.

    Wie die Verhältnisse zwischen Israel, den USA, den Briten und westlichen Verbündeten zu Russland wirklich stehen, wissen wir nicht genau. Putin spielt immer mal wieder den diplomatischen Onkel, der alle in die Vernunfts-Schranken weist. Eines aber lässt sich an Putins Politik unübersehbar ausmachen. Wenn sein Russland in Gefahr kommt, dann weiss er, wo er zu stehen hat. Diplomatie ade! Dann verteidigt er sein Russland und alles, was mit dessen positiver Entwicklung zusammenhängt. Darauf ist Verlass. Diese Haltung ist nicht minder bei seinen kompetenten Regierungsleuten festzustellen, die für ihre Aufgaben gezielt ausgesucht wurden.

    Russland verbietet Israel Luftschläge gegen Syrien & Libanon
    https://linkezeitung.de/2019/09/16/russland-verbietet-israel-luftschlaeg-gegen-syrien-libanon/comment-page-1/

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