Mike Pompeo - Bild: Flickr.com / 禁书 网 CC BY-NC-ND 2.0

Außenminister Mike Pompeo sagte, die Vereinigten Staaten zögen eine friedliche Lösung der Krise vor, die durch die jüngsten Angriffe auf die staatliche saudi-arabische Ölgesellschaft ausgelöst wurde.

Von Redaktion

„Wir möchten eine friedliche Lösung“, sagte Pompeo am Donnerstag in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, wo er Gespräche mit den Führern des Landes führte. „Ich hoffe, die Islamische Republik Iran sieht das genauso“, sagte er gegenüber Reportern.

Pompeo nahm die Kriegsrhetorik gegen den Iran zurück, nachdem Außenminister Mohammad Javad Zarif die Aussicht auf einen „umfassenden Krieg“ angesprochen hatte, falls die Vereinigten Staaten einen möglichen Militärschlag gegen das Land durchführen würden.

Auf die Frage von CNN, was die Konsequenz eines US-amerikanischen oder saudischen Militärschlags auf den Iran sein würde, sagte Zarif: „ein umfassender Krieg.“ Immerhin hat auch der Iran ein Recht zur Verteidigung des eigenen Territoriums. „Wir werden nicht einen Augenblick zögern, um unser Territorium zu verteidigen“, betonte der iranische Außenminister.

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Auf die Kommentare von Zarif angesprochen, versuchte Pompeo die Pattsituation zu entschärfen. „Ich war aus diplomatischen Gründen hier. Während der iranische Außenminister mit einem umfassenden Krieg droht und bis zum letzten Amerikaner kämpfen will, sind wir hier, um eine Koalition aufzubauen, die darauf abzielt, Frieden und eine friedliche Lösung dafür zu finden“, sagte der US-Außenminister.

„Das ist meine Mission, und Präsident Trump möchte mit Sicherheit, dass ich daran arbeite, und ich hoffe, dass die Islamische Republik Iran das auch so sieht. Dafür gibt es in seiner Erklärung keine Beweise, aber ich hoffe, dass dies der Fall ist“, fügte er hinzu.

Pompeo wiederholte jedoch seine unbegründete Behauptung, der Iran stünde hinter den Angriffen auf zwei Ölfabriken in Saudi-Aramco, die mehr als die Hälfte der Produktion des Königreichs zum Erliegen brachten. Er drohte auch, dass Washington mehr Sanktionen gegen Teheran verhängen würde.

Pompeo besuchte am Mittwoch Saudi-Arabien, um Gespräche mit den Verbündeten Washingtons in Riad zu führen, in denen er den Angriff auf saudische Ölfazilitäten als „Kriegshandlung“ bezeichnete. Er sagte, er sei im Nahen Osten, um eine Koalition zur Abschreckung des Iran aufzubauen, welches jegliche Beteiligung an dem Angriff auf Saudi-Arabien bestreitet.

Jemens Houthi-Kämpfer haben die Verantwortung für den Angriff auf die saudischen Öleinrichtungen übernommen, aber die USA haben die Behauptung durch Präsident Donald Trump zurückgewiesen und erklärt, dass der Iran für den Angriff verantwortlich zu sein scheine.

Pompeo hat den Iran für die Operation verantwortlich gemacht und behauptet: „Teheran steckt hinter fast 100 Angriffen auf Saudi-Arabien“ und dass „es keine Beweise dafür gibt, dass die Angriffe aus dem Jemen kamen.“

Teheran wies die Behauptung jedoch zurück und sagte, Washington scheine von einer fehlgeschlagenen Kampagne des „Maximaldrucks“ zu einer Kampagne der „Maximallüge“ und „Täuschung“ gegen die Islamische Republik überzugehen.

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