Athena, die Göttin der Weisheit, vor dem österreichischem Parlament auf der Wiener Ringstraße.

Österreich ist und bleibt ein Land, in dem seit Jahrzehnten eine Mehrheit Mitte-Rechts besteht.

Von Michael Steiner

Das linksliberale Establishment in Österreich hat es nicht leicht. Zwar dominiert diese Klasse die Medienwelt (insbesondere durch den ORF), doch seit vielen Jahren gibt es in der Alpenrepublik eine stabile Mehrheit im Mitte-Rechts-Spektrum. Dies macht sich auch bei den Wahlergebnissen bemerkbar.

Denn während sich die CDU unter ihrer Vorsitzenden Angela Merkel und den Großen Koalitionen in vielen Bereichen sozialdemokratisiert hat, ist die österreichische Schwesterpartei schon von Basis auf deutlich konservativer Aufgestellt. Nicht umsonst ist der damalige ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel nach der Nationalratswahl 1999 und 2002 eine Koalition mit der FPÖ Jörg Haiders (später BZÖ) eingegangen. Die Große Koalition mit der SPÖ unter Führung der Sozialdemokraten war zu sehr eine des Stillstands und der innerparteilichen Zäsur.

Zwar gab es dann von 2006 bis 2017 wieder SPÖ-geführte Koalitionen mit der ÖVP, aber bereits 2017 war klar, dass Neo-ÖVP-Chef Sebastian Kurz und viele Parteigranden der Volkspartei lieber erneut mit der FPÖ – dieses mal unter Heinz-Christian Strache – koalieren würden. Man wusste, dass man mit den Freiheitlichen deutlich mehr gemeinsam umsetzen konnte als es mit den Sozialdemokraten je möglich wäre.

Schon zu Beginn der 1990er-Jahre zeichnete sich eine Mehrheit Mitte-Rechts ab, die trotz der FPÖ-Querelen weiterhin Bestand hatte. Im Zweifel verabschiedeten sich die FPÖ-Sympathisanten eben ins Nichtwählerheer, oder liehen der ÖVP (bzw. dem BZÖ oder dem Team Stronach) ihre Stimme. Doch selbst unter „gestandenen SPÖlern“ finden so manche politische Forderungen der Freiheitlichen ihre Zustimmung und nicht wenige früherer SPÖ-Wähler gelten mittlerweile als FPÖ-Stammwähler.

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Bei der diesjährigen Nationalratswahl mögen die Freiheitlichen zwar wieder einmal wegen einer dilettantischen Parteiführung eine herbe Niederlage eingefahren haben, doch der österreichische Wähler verzeiht schnell. Viele der zur ÖVP gewanderten Stimmen sind nur „Leihstimmen“ für Kurz und die ins Lager der Nichtwähler abgewanderten vormaligen FPÖ-Wähler werden bei passender Gelegenheit wieder zurückkehren.

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2 KOMMENTARE

  1. Was ist denn das für schwachsinniges Gesülze!
    ALLE, Alle wählbaren Parteien haben einen auf Klimawandel gebracht. Den es garnicht gibt, menschgemacht natürlich. Nachzulesen auf https://www.eike-klima-energie.eu/
    Die ganze Klimahysterie geht zurück auf die Kommunisten, die das schon in den 1950ern geplant haben. Die Kommunisten denken langfristig, die werden nicht gewählt.
    Nun haben ALLE Wähler Kommunisten gewählt! Wahlbeteiligung mindestens 60%.
    Schöne Mitte Rechts Regierung!

    Buchtipp: Rote Lügen in grünem Gewand.

  2. So wie die FPÖ heute aufgestellt ist, kann sie zusammenpacken.
    Köpfe müssen rollen.
    Echte Freiheitliche dulden keine falsche Toleranz über ihren Köpfen.

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