NATO lehnt Antrag Russlands ab, Mittelstreckenraketen aus Europa fernzuhalten

Die NATO hält den Antrag nicht für ein „echtes Angebot“.

Von Jason Ditz / Antikrieg

Die NATO hat am Freitag mitgeteilt, dass sie einen Antrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf Verbot des Einsatzes von Raketen in Europa, die gegen den inzwischen aufgehobenen Vertrag über mittlere Kernwaffen (INF) verstoßen hätten, formell abgelehnt hat.

Der INF-Vertrag umfasste Kernwaffen einer mittleren Reichweite, und seit dem Rückzug der USA hat Russland vor einem Rüstungskrieg gewarnt, wenn US-Nuklearwaffen dieser Größenordnung in Europa oder Asien stationiert würden.

NATO-Vertreter sagen, dass sie diesen Antrag nicht als „echtes Angebot“ betrachten, weil die NATO die russische 9M729-Rakete immer noch als Verletzung des INF betrachtet, obwohl Russland argumentiert, dass sie noch nie zuvor auf eine solche Reichweite getestet wurde.

Die NATO hat noch nicht gesagt, dass sie die Absicht hat, Atomwaffen auf INF-Level in Europa einzusetzen, aber die Tatsache, dass sie den russischen Vorschlag offen ablehnt, erweckt sicherlich den Eindruck, dass sie das in Betracht zieht. Die Reaktion Russlands wäre mit ziemlicher Sicherheit die Stationierung von mehr Waffen in der Exklave Kaliningrad.

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Ein Kommentar

  1. Der neuerliche russische Vorschlag war doch an Naivität kaum zu überbieten. Einer auf Hochrüstung programmierten Organisation kann man doch nicht mit einem solchen wattigen Ansinnen kommen.
    Gemäß einem Strategem nach Sun Tzu wird empfohlen, dass die eigenen Kosten stets geringer sein sollen als die des Feindes.
    Daraus ergibt sich, den Gegner dazu zu verleiten sind tot zurüsten. —- vor 1990 waren die Sowjets so blöd – jetzt gilt es die Nato letal wirkend heiß laufen zu lassen. Dabei ist China an der Seite von Russland zu halten.

    Außerdem sollte Russland sich endlich mal ehrlich und offen gegenüber dem Iran verhalten und abstimmen, und nicht ständig mit den Zionisten zu kuscheln.

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