Aiman Mazyek. Foto: Flickr / Christliches Medienmagazin pro CC BY 2.0

Nicht die Muslime, die AfD sei grundgesetzfeindlich, so Ayman Mazyek. Die Wähler im Osten wüssten, dass sie Rechtsextremisten wählen.

Von Michael Steiner

Die AfD-Wähler im Osten seien keine „besorgten Bürger“, befindet der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ayman Mazyek. „Wir müssen uns nicht weiter etwas vormachen, dass diese Wähler Protestwähler oder einfach nur naiv sind. Ich glaube, sie wissen, dass sie mit ihrer Stimme Rechtsextremisten zu Sitzen in den Parlamenten verhelfen“, so Mazyek zur „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Positionen der AfD wie etwa die der Landespartei in Sachsen bezeichnete Mazyek als grundgesetzfeindlich: „Nicht die Muslime in Deutschland, sondern die AfD muss sich zur Demokratie bekennen.“ Wenn die Partei Hassfantasien habe und behaupte, der Islam sei eine Ideologie und keine Religion, widerspreche das dem Grundgesetz. „Das ist nicht nur eine religionsfeindliche, sondern eine grundgesetzfeindliche Position“, kritisierte der Zentralratsvorsitzende. Er empfinde das als Aberkennung seiner Selbstbestimmung, erklärte der syrischstämmige Funktionär.

Mazyek bezeichnete die AfD bereits vor zwei Jahren gegenüber dem „Badischen Tagblatt“ als „antimuslimische“ Partei: „Sie stellt sich gegen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit.“ Der Zentralrat werde zwar weiterhin das Gespräch mit der AfD suchen. „Aber insgesamt ist es schwierig, mit einer Partei zu sprechen, die uns generell als Bürger zweiter Klasse betrachtet“, so Mazyek.

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Mazyek übte gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Woche“ auch im letzten Jahr scharfe Kritik an der AfD: „Mit ihrer antimuslimischen Politik, dass sie Muslime nicht genauso behandeln möchte wie Christen oder Juden, hat sie gegen das Verfassungsrecht verstoßen.“ Die AfD wende sich „gegen unser Land und gegen unsere großartige Demokratie und unsere Werte“.

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4 KOMMENTARE

  1. Er hat anscheínend seine eigen Religion nicht verstanden oder will deren Absichten übertünchen, denn Chomenei sagte schon in den siebziger Jahren klar und deutlich, wer den Islam vom Koran trennen will hat ihn nicht verstanden und das war ein klares Bekenntnis zur Staatsreligion und die Bestätigung erhalt man in nahezu allen 54 muslimischen Staaten und wer das auch hierzulande nicht haben will, dem bleibt garnichts anderes übrig als sie fernzuhalten und das hat auch nichts mit Hetze oder Hass zu tun, es sind einfach Fakten, die auch noch von vielen Vorgängen gestützt werden und eben bei anderen Religionen nicht vorkommen und das ist der qualitative Unterschied und zeugt nicht von großer Einsicht, das Gegenteil ist eher der Fall.

  2. Der Fehler liegt bereits im Grundgesetz oder wurde dort absichtlich eingebracht.

    Kein aufgeklärter Mensch hat etwas gegen Glaubensfreiheit, wer aber die Freiheit der Religionsausübung uneingeschränkt im GG verankert, der legitimiert Staatskirchen, also politisch motivierte Unterdrückungen im Rahmen einer Weltanschauung. Dass der Islamismus davon Gebrauch macht ist nicht verwunderlich, macht es doch das Judentum ebenfalls und das wird in Deutschland auch noch beklatscht. Von den beiden christlichen Staatskirchen ganz zu schweigen, die ja gerade unter ihren Bossen Marx und Bedford-Strohm ganz offen als politische Institutionen fungieren.

    Der Grundstein für die heutigen Verhältnisse wurde also bereits von den „Vätern“ des GG geschaffen.

    • Die Mütter des Grundgesetzes bitte nicht vergessen, weil die nach der merhheitlichen Übernahme in der Politik nicht mehr vorkommen und sie sollten sich jetzt schon einmal alle zusammen die Frage stellen, für was sie überhaupt hundert Jahre gekämpft haben um dann freiwillig einem religiösen System das Feld zu überlassen, das entbehrt jeder Logik und vermutlich sind sie sich noch nicht einmal im Klaren was da auf sie zukommt, die glauben immer noch an multireligiösen Ringelpitz mit anfassen und werden damit noch ihre Erfahrungen sammeln müssen, zu ihrem Leidwesen und nicht zum Nachteil der Männer wenn diese konvertieren und zum Islam übertreten.

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