Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring will keine Zusammenarbeit mit der AfD. Er möchte eine „Koalition der Mitte“ etablieren und so Ministerpräsident Ramelow ablösen.

Von Michael Steiner

Geht es nach Mike Mohring, dem Spitzenkandidaten der CDU in Thüringen, soll das Bundesland nach der Wahl am 27. Oktober eine „Koalition der Mitte“ bekommen. Die Linke soll aus der Landesregierung fliegen und mit der AfD will er keine Zusammenarbeit.

Das Ergebnis in Sachsen bedeute „Rückenwind für unsere Aufstellung“, sagte Mohring der „Welt“. „Michael Kretschmer hat gezeigt, wie Aufholjagden möglich sind.“ In Thüringen gebe es nur zwei Möglichkeiten: „Entweder wird das Land weiter vom Rand her regiert, oder es bildet sich eine Koalition der Mitte für die Mitte der Gesellschaft. Ich stehe für ein breites bürgerliches Bündnis“, so Mohring.

Dabei lehnt er die Forderung der „Werte-Union“ ab, eine Koalition mit den linksgerichteten Grünen auszuschließen. „Wenn man alles ausschließt, kann man nicht regieren.“ Eine Zusammenarbeit mit der AfD kommt für Mohring allerdings nicht in Frage: „Wir kooperieren nicht mit der AfD, auch nicht in Städten und Gemeinden.“ Die AfD stehe „am rechten Rand im Gestern. Sie ist für uns kein Partner, und ich werde mich auch im Wahlkampf nicht permanent mit ihr beschäftigen.“ Auch eine Minderheitsregierung sei nicht sein Ziel.

Mohring warnt davor, dass jede Stimme für die AfD auch dafür sorgen könne, dass Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) im Amt bleibt. Dies wäre nämlich der Fall, wenn Linke und AfD zusammen so stark sind, dass sich eine Koalition aus CDU, SPD und Grünen nicht mehr ausgeht.

Loading...

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

7 thoughts on “Mohring: Keine Zusammenarbeit mit der AfD”

  1. Noch nicht, Herr Mohring, aber bald, man muß nur warten können, bis Merkel aus den Schuhen kippt, spätestens dann werden sich die Koordinaten verschieben denn die Intoleranz nach innen sollte zuerst besiegt werden, bevor man sich über andere Länder hermacht und diese zur Toleranz auffordert, denn noch widersprüchlicher geht es wahrlich nicht und das ist eine der seltenen Eigenheiten der linken Brut, wozu man die Schwarzen ja auch schon lange rechnen kann.

  2. Nun sollten in einer Demokratie, im Interesse des Volkes – dem eigentlichen Souverän, Zweckbündnisse in Fach- und Sachfragen an der Tagesordnung sein. Das hat dieser Herr Mike Mohring, von der weder christlich noch demokratischen Union, wohl nicht so richtig verstanden.

    Ohne auch nur ansatzweise konkrete Lösungsansätze für die tatsächlichen Probleme der Bevölkerung zu repräsentieren, schwirren in seinem Hirn Feindbilder umher. Dabei würde eine Ist-Zustands-Analyse schon einen hohen Erkenntnisgewinn bringen, denn Verursacher der meisten Probleme ist seine eigene Partei und wo deren Kraft zur Zerstörung nicht ausreichte, hatte sie ja den nibelungentreuen Bündnispartner SPD. Mit denen möchte er anscheinend auch nach der Landtagswahl in Thüringen gern koalieren.

    Da stört eben hauptsächlich die AfD mit ihrem Zugpferd, Björn Höcke. Dem kann er bekanntlich nicht mal annähernd das Wasser reichen.

    Da der jetzige MP, Bodo Ramelow, den Bodensatz der LINKEN im ANTIFA-Milieu um sich scharrt, ist ihm dieser nicht ganz suspekt. Ansonsten wäre diesem Herrn Mohring wohl auch ein Koalitionspartner der SED-Nachfolgepartei zuzutrauen.

  3. Eine Mitbeteiligung der CDU an der neuen Regierung, in welcher Form auch immer, nach ihrer vorhergehenden Gesellschaftsspaltung und Schleifung des Rechtsstaates, wäre das Schlechteste für das Land.
    Nach den Verfassungsfeinden der ANTIFA besteht aber auch kein Bedarf….
    Überträgt man den aktuellen Trend (Sa, Brdbg., der Osten generell) auf die bevorstehende Wahl in TH, dann hat die gegenwärtige Koalition in jeder ihrer Parteien allerhand Defizite und Fehlentscheidungen
    angehäuft. Auch strategischer Art. Bleibt die Frage, ob Ramelow über alte Gräben springen kann, Richtung CDU erstreckt sich aber ein tiefer Sumpf, sein Überleben dort nur in Bauchlage möglich.
    Somit verbleibt, als einzige echte Alternative- die nicht bis auf die Knochen und auf Jahrzehnte diskreditiert ist – nur eine Partei namens AfD.
    Eine teuflische CDU ist ja schon ein Widerspruch in sich, da Wählerverrat dort nie jemand wirklich gestört hat! ( Ausnahme Althaus) Deshalb dort die folgerichtig verheerende Entwicklung, auch durch Mohrings Wirken und Hofieren der Raute.

  4. „Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring will keine Zusammenarbeit mit der AfD.“

    Dass derlei Äußerungen es in die Tagesthemen schaffen, sind ein weiterer Indikator für ein gute Nacht-Deutschland.

  5. Das klingt wie echter Dummfang und Arroganz zugleich, wenn Mohring in Erwägung zieht, daß mit der Wahl der AfD ein Koalition mit den Linken gegen den Rest (CDU,SPD,Grüne) möglich ist. Für wie blöd hält der eigentlich den erwachten Wähler. Hat nicht schon vor der Linksregierung die CDU für genug Niedergang gesorgt? Wer Merkel und ihren Vernichtungskurs der Deutschen mit der Migrationswaffe unterstützt, sein Land nicht vor dem finanziellen Ruin (Deutschland, das größte Sozialamt der Welt) und der territorialen Auflösung durch offene Grenzen (so groß wie Scheunentore) schützt, sollte nicht mit dem Finger auf Andere zeigen.
    Die einzige Hoffnung für dieses Land ist nur die AfD. Deshalb wünsche ich der AfD und Björn Höcke viel Erfolg. Die AfD möge die Wahl gewinnen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.