Luxemburg will den Flüchtlingsdeal mit der Türkei retten

Auch nach 2020 müsse die EU der Türkei Gelder für die Versorgung syrischer Flüchtlinge bereitstellen, so Luxemburgs Außenminister.

Von Redaktion

Luxemburg macht sich stark für neue EU-Hilfsgelder an die Türkei zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. „Die Türkei schultert mit den 3,5 Millionen syrischen Flüchtlingen eine enorme Belastung. Es scheint mir evident, dass sie dazu Unterstützung benötigt. Deshalb muss die EU eine Anschlussfinanzierung zur Versorgung syrischer Flüchtlinge in der Türkei sicherstellen“, sagte Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Das Geld sei ja „nicht für Erdogan oder irgendjemanden aus der Regierung, sondern dafür, dass zum Beispiel Flüchtlingskinder zur Schule gehen können und die Menschen gesundheitlich versorgt werden“, betonte Asselborn. Immerhin versucht Ankara derzeit vor allem auch aus finanziellen Gründen die im Land befindlichen syrischen Flüchtlinge wieder zurück in die Heimat zu schicken. Deshalb soll unter anderem auch ein von der Türkei kontrollierter Sicherheitsstreifen im Norden Syriens etabliert werden.

Im Rahmen des mit Ankara vereinbarten Flüchtlingsabkommens wird die EU bis Ende dieses Jahrs rund sechs Milliarden Euro an die Türkei überwiesen haben. Die Anschlussfinanzierung von 2020 an ist noch offen. Doch Präsident Erdogan setzt die syrischen Flüchtlinge im Land immer wieder als Druckmittel gegen die EU ein und droht ab und an damit, die Schleusen in Richtung Europa zu öffnen, sollten die Europäer sich nicht an zuvor getroffene Abmachungen halten.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Wegen S-400: US-Gesetzgeber haben Waffenverkäufe an die Türkei blockiert

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Loading...

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

2 Kommentare

  1. Wenn sie die Kosten übernehmen ist es doch in Ordnung, ansonsten können sie sich Vorschläge dieser Art sparen, denn die Flüchtlinge sind mehrheitlich das Ergebnis der Amerikaner und in der Regel flüchtet man dort hin wo man sicher ist und reist nicht durch die ganze Welt um den Krieg als Vorwand zu nehmen, die eigene Situation zu verbessern, das mag menschlich verständlich sein, aber es gibt allenfalls ein Recht auf vorübergehenden Schutz auf kürzester Strecke, aber keine wahlweisen Einreisemöglichkeiten, denn das ist in der UN-Charta nicht vorgesehen und das wissen auch alle Beteiligten und trotzdem versuchen sie die eigene Bevölkerung zu übertölpeln und das ist nicht nur unanständig sondern auch hochgradig gefährlich und wer es trotzdem arrangiert ist ein Demagoge, aber kein Menschenfreund, denn auch die eigenen Bürger sind Menschen und haben ein Recht auf Eigenständigkeit und Unversehrtheit und das ist vordergründig und nicht die Probleme dieser Welt, bei allem Verständnis, was man auch anderes lösen oder mildern könnte, wenn man denn wollte.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.