Foto: flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Angesichts der Verluste in Brandenburg und Sachsen fordern führende Linke-Politikerinnen vor der Thüringen Wahl innerparteiliche Ruhe.

Von Redaktion

Führende Politikerinnen der Linken fordern angesichts der thüringischen Landtagswahl am 27. Oktober ein Ende der innerparteilichen Auseinandersetzungen. „Gerade vor der thüringischen Landtagswahl sollten wir uns davor hüten, Personaldebatten loszutreten“, sagte die stellvertretende Parteivorsitzende Janine Wissler dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Wir sollten mehr das Gemeinsame in den Vordergrund stellen und nicht immer das Trennende diskutieren.“ Die Linke sei zuletzt zu oft über Streit wahrgenommen worden. Es gebe im Moment auch keinen Grund, den Parteitag vorzuziehen. Wissler, die Vorsitzende der hessischen Landtagsfraktion ist und als mögliche nächste Parteivorsitzende gehandelt wird, fügte hinzu: „Wir haben unsere Ergebnisse in einigen ostdeutschen Bundesländern zwischen 2009 und 2019 halbiert. Das kann man nicht einfach den derzeitigen Vorsitzenden anlasten.“

Die Probleme der Linken lägen ohnehin tiefer, als dass man sie durch das Austauschen von Personal lösen könne. „Die Frage ist, wie wir die Linke wieder als Protestpartei im positiven Sinne beleben können“, sagte sie. „Die AfD ist ja gar keine Protestpartei.“

Die Vorsitzende der Linken in Thüringen, Susanne Hennig-Wellsow, sagte dem RND: „Ich sage allen, dass eine Linke für die Menschen und ein besseres Leben existiert und streiten muss – und nicht um Posten und Rechthaberei. Wer wirklich sofort etwas tun will, der kann uns in Thüringen ganz praktisch im Wahlkampf helfen.“ Dabei gehe es um eine soziale und gerechte Zukunft für zwei Millionen Menschen mit der Fortführung der rot-rot-grünen Koalition.

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3 KOMMENTARE

  1. Die Linke ist eine streng hierarchisch aufgestellte Kaderpartei mit internen Machtkämpfen und einer Disziplinierungspolitik. Da die Partei bekanntlich immer recht hat, müssen für Niederlagen grundsätzlich Einzelpersonen oder der politische Gegner Schuld haben.

    Das Partei-System darf nie infrage gestellt werden, das wäre höchste Blasphemie.

    Nun dürfen vor der unmittelbar bevorstehenden Wahl keine Köpfe rollen, denn das würde den Abwärtssog nur noch verstärken. Man kann aber sicher sein, dass das kurz nach der Wahl passieren wird.

    Die LINKE macht nun das durch, wo die Sozis bereits mittendrin stecken, den langen Marsch in die Bedeutungslosigkeit. Die Menschen haben genug von den leeren Versprechungen, den sozialistischen Märchen und der Spaltung des Volkes in Gutmenschen und Nazis.

    Das süffisante Talkshow-Gefasel von Berufsfunktionären ist einfach nur noch lästig.

    Wer schon der AfD abspricht, dass diese eine Protestpartei sei, der muss schon ganz tief unten angekommen sein und sich kurz vor dem Aufschlag befinden.

  2. Genau so ist es, wie von Gerifreki beschrieben.
    Sich von den Anliegen der Normalbürger weit entfernt, die Zeichen der Zeit nicht erkennend, und der SPD in den Abgrund folgend.
    Liebe Genossen, geht es noch? Dabei hattet ihr in TH so gute Vorarbeit geleistet bzgl. der Kommunalabgaben früherer CDU- und SPD-Regierungen.
    Wer allerdings die Antifa pampert, dann höchst fragwürdige Rückschritte bei den KA fabriziert, mit merkelschem Unvermögen liebäugelt (Asylsache u.v.a.) und unkritisch den Ausverkauf Deutschlands mitmacht, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen. Anstatt aus deren Fehlern zu lernen, diese selber fabriziert. Kurskorrektur jetzt und sofort, besser auch ohne Hennig- Wellsow! Die Mehrheit der Thüringer hat im Fokus der aktuellen Regierung zu stehen, nicht die hirnrissigen Steckenpferde irgendwelcher Gesellschaftsklempner ohne Bodenhaftung und Verstand. Wenn die Linke seit Jahren dem Holzweg folgt, sollte sie auch mal über das Verhältnis zur AfD nachdenken…, jetziger Hoffnungsträger der Wähler, warum wohl?

  3. „“ „Die Frage ist, wie wir die Linke wieder als Protestpartei im positiven Sinne beleben können“, sagte sie. „Die AfD ist ja gar keine Protestpartei.“““

    Wenn sich diese Partei rein auf „Protestpartei“ definiert wird sie keine Zugewinne bei Wahlen erreichen können. Die Wähler erkennen daß diese Partei nicht für eine eigenständige Politk im Interesse der Bürger eintritt, das wurde einige Zeit zwas suggeriert und mit Erfolg bedacht. Doch die Machtgeilheit eines Ramelow und wie die sonst alle heißen zeitigen genau das Gegenteil vom Versprochenen während des Wahlkampfes. Warum sollte jemand die LINKE wählen die Rechte Wirtschaftspositionen vertritt?

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