John Bolton ist nicht mehr länger der Nationale Sicherheitsberater von Präsident Trump. Der neokonservative Kriegstreiber ist raus.

Von Marco Maier

Erst twitterte Trump, er habe seinen Nationalen Sicherheitsberater gefeuert: „Ich informierte John Bolton letzte Nacht, dass seine Dienste im Weißen Haus nicht mehr benötigt werden. Ich lehnte viele seiner Vorschläge aufs Schärfste ab, genauso wie andere in der Administration, und so…“. Er danke ihm sehr für seine Dienste und werde nächste Woche einen Nachfolger ernennen.

Doch Bolton selbst sieht das etwas anders. Ebenfalls via Twitter teilte er mit: „Ich habe letzte Nacht meinen Rücktritt angeboten und Präsident Trump sagte, ‚Lass uns morgen darüber sprechen.'“

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Ob nun Trump Bolton gekündigt hat oder ob Bolton selbst seinen Rücktritt einreichte ist am Ende irrelevant. Fakt ist: zwischen den beiden Alpha-Männern hat es zu sehr gekriselt, zumal sie beide unterschiedliche außenpolitische Ansichten vertreten.

Dort wo Trump beispielsweise mit Nordkorea oder dem Iran „Deals“ abschließen wollte, sabotierte sein Sicherheitsberater diese Bemühungen so gut er nur konnte. Einfach deshalb, weil der neokonservative Hardliner einen unbändigen Hass auf diese beiden Länder hat. Trump hingegen hat da einen eher pragmatischen Ansatz.

Auch beim Thema Afghanistan und einem möglichen Friedensvertrag mit den Taliban gab es massive Differenzen zwischen den beiden. Wo der US-Präsident „seine Jungs“ nach Hause holen will, ist Bolton ein Vertreter des Deep State und des Militärisch-industriellen Komplexes. Diese haben kein Interesse an einem Truppenabzug aus dem zentralasiatischen Land.

Es bleibt zu hoffen, dass Trump einen moderateren Vertreter zum Bolton-Nachfolger ernennt, der nicht dermaßen auf Eskalation und Regime Changes setzt.

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3 thoughts on “Kriegstreiber Bolton ist raus!”

  1. Bolton ist/war einer der Transmissionsriemen, der die Anweisungen der Schattenregierung an ihre Handpuppen transportiert hat.

    Das ist in USA und auch in der EU so…siehe Merkel und v.d.Leyen….ebenfalls nur Marionetten.

    Er ist verschlissen, wurde hart und brüchig und wird folglich ersetzt.

    Die Schattenregierung und ihre Ziele bleiben die gleichen !!

  2. Euphorie ist hier völlig fehl am Platze!

    Es ist wie beim Gebiss eines Hais. Wenn er einen Zahn verliert wächst sofort ein neuer nach! Der neue Zahn mag ein wenig anders aussehen als der alte , aber er wird genauso effektiv funktionieren.

    Will sagen: Es wird sich allenfalls der Ton und die Optik verändern, aber zu glauben das sich inhaltlich die US Politik ändern wird, wäre naiv.

    Dieses von einer kleinen Machtelite pervertierte System kann nur durch zunehmende Aggression nach außen überleben.

    Dafür ist denen jedes Mittel recht und völlig egal welche Figur an ihren Fäden hängend auf der öffentlichen Bühne herumspringt.

  3. Naja, Zwiebel geht und Knoblauch kommt … Oder?

    Nach jedem Rauswurf wurde es doch um nix besser im Trump-„Team“, denn bei den Amis ist mit schwindelerregender Sicherheit nach einem Idioten immer noch ein größerer zu finden.

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