Neuerdings macht der Begriff „Klimaflüchtlinge“ die Runde, womit man den Europäern ein Schuldgefühl einimpfen will. Doch viele Probleme in Afrika sind hausgemacht.

Von Michael Steiner

Wenn es um den Klimawandel geht, drückt man gerne auch im Falle Afrikas auf die Tränendrüse. So sollen die klimatischen Verschiebungen für extreme Dürren, Überschwemmungen und heftige Stürme verantwortlich sein, die immer mehr Afrikaner in die Flucht zwingen würden. Nun berichtet der Staatssender „Deutsche Welle“ unter Berufung auf die Vereinten Nationen, „dass bis 2020 mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht sein könnten, weil ihre Heimatländer zu Wüsten geworden sind.“ Nun ja, es gibt dort aber auch erfolgreiche Begrünungsmaßnahmen, wie man selbst im deutschen Mainstream konstatiert.

Was man hierbei nicht nennt sind folgende Tatsachen:

Gerade in der Sahelzone (südlich der Sahara, vom Senegal bis hin nach Eritrea) wächst die Bevölkerung immer noch dramatisch schnell an. Jährlich wächst sie um etwa drei Prozent.

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Dies führt zu einer Ausweitung der Ackerflächen (vor allem für Hirse) und damit auch einem Rückgang der natürlichen Vegetation, einer Auslaugung der Böden und einer stärkeren Nutzung der Wasserreserven.

Die Ausweitung der Viehwirtschaft sorgt ebenfalls für Probleme, da die Kuh- und Ziegenherden die spärliche Vegetation zusammenfressen und auch die Böden verdichten.

Gerade diese Faktoren spielen hierbei eine große Rolle, so dass man den Klimafaktor hier nicht überbewerten sollte.

Man muss sich nur einmal folgende Zahlen ansehen:

Die Bevölkerung des Senegals wuchs von 3,2 Millionen Menschen im Jahr 1960 auf mittlerweile rund 16 Millionen an. Mauretanien hatte im Jahr 1960 keine 900.000 Einwohner – heute sind es bereits rund 4,5 Millionen. Der Niger mit damals noch 3,4 Millionen Einwohnern beherbergt heute schon mehr als 23 Millionen Menschen. Und das zieht sich quer durch die Bank durch. Und nicht nur das, auch in den kommenden Jahren wird die Bevölkerung in der Region deutlich wachsen.

Zwar ist die Bevölkerungsdichte in vielen dieser Länder nicht so hoch, wenn man aber bedenkt, dass schon jetzt weite Teile dieser Länder einfach unbewohnbar und desertifiziert sind, braucht man keine 100 Einwohner auf einen Quadratkilometer um von Überbevölkerung zu sprechen. Viel wichtiger wäre es, den Versorgungsgrad mit Nahrungsmitteln aus eigener Produktion als Messlatte herzunehmen. Wenn aber die landwirtschaftlichen Nutzflächen begrenzt sind und durch das Bevölkerungswachstum und den damit einhergehenden Flächenverbrauch sinken, schafft man sich ein veritables Dilemma.

An vielen Problemen in Afrika sind weder die westlichen Industriestaaten noch die früheren Kolonialherren Schuld, sondern vielmehr die eigenen lokalen Eliten, verhütungsfeindliche Religionsführer und ein mangelhaftes Bildungssystem (welches mit der Bevölkerungsexplosion überfordert ist).

Wer sich mit der ganzen Materie nüchtern und rational beschäftigt wird bald feststellen, dass wir nicht von „Klimaflüchtlingen“, sondern von „Überbevölkerungsflüchtlingen“ sprechen müssten.

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7 thoughts on “Klimaflüchtlinge? Eher Überbevölkerungsflüchtlinge…”

  1. Phasengleichgewichte sind chemischer Sozialismus. Besser gesagt, beschreiben Phasengleichgewichte die Zuteilung der Materie zwischen allen Beteiligten – gerecht und erbarmungslos.

    In einem Phasengleichgewicht, also einem System, in dem sich chemische Stoffe austauschen, gibt es kein „zusätzlich“, sondern nur eine bedingungslose „sozialistische“ Umverteilung unter dem Diktat von Druck und Temperatur.

    Wird z.B. in der Luft künstlich (Mensch) oder natürlich (Vulkanismus) mehr CO2 freigesetzt, na dann her damit: Es steigt der Partialdruck in der Luft und dies bewirkt, dass im Meer mehr CO2 gelöst wird. Wird dadurch nun das Meer übersättigt, bilden sich feste Kalksedimente, welche das CO2 binden und neutralisieren.

    So what? Über diesen Mechanismus entsorgt sich überschüssiges CO2 aus der Luft über das Wasser bis hin zum Sediment also von selbst. Das geht theoretisch solange bis die Meere komplett mit Kalk zu sedimentiert sind. Das dies passiert ist unwahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass es in der Luft weniger CO2 gibt, als Beimengungen in einem hochreinen Goldbarren.

    Der obige Mechanismus ist aber druck- und temperaturabhängig und er funktioniert in beide Richtungen gleichermassen (in der Reversibilität der Umverteilung bei Phasengleichgewichten sieht der Autor allerdings einen Unterschied zum Sozialismus).

    NUR wenn sich der Druck und/oder die Temperatur lange genug ändern, können sich langsam die Gleichgewichte und damit die Mengen an CO2 in der Luft, im Meer und der Menge an Kalken verschieben. Und das ist nun wirklich ein alter Hut in den Geowissenschaften: Das Auf und Ab der Calcit-Compensation-Depth (CCD) und der ACD (Argonit-Compensation-Depth) sind Ausdruck dieser ewig stattfindenden Gleichgewichtsverschiebungen.

    Die erhöhte Sonnenaktivität erhöht die Temperatur und erklärt, warum (zeitversetzt) heute mehr CO2 in der Luft überhaupt vorhanden sein kann: Die Ozeane gasen aus und lösen mehr Kalk. Als Folge steigen die CCD bzw. die ACD. Eine Abnahme der Sonnenaktivität würde – ebenfalls zeitversetzt – zu einer Abnahme der CO2-Konzentration führen: Die Ozeane nehmen dann mehr CO2 auf und bilden mehr Kalke. Als Folge sinkt die CCD sowie die ACD wieder auf tiefere Tiefen ab.

    Die Erde verhält sich an dem Punkt wie ein Kochtopf: Sie erwärmt sich nicht durch ihren Inhalt, sondern sie wird von einer externen Wärmequelle mal mehr mal weniger erwärmt. Und dies zeigt sie uns unter anderem durch Änderungen der CO2-Konzentration in der Luft.

    Wer also ernsthaft will, dass die Menschheit wegen eines angeblich unmittelbar drohenden Massenaussterbens all ihre Energie dafür verwenden soll, CO2 aus der Luft herauszuziehen, verlangt von der Menschheit nicht weniger, als dass sie die Meere komplett von Kalksedimenten befreien muss.

    Erst dann, wenn alle Kalke aufgelöst sind, sind die Meere so untersättigt, dass sich die CO2-Konzentration in der Luft überhaupt erst ändern kann. Auch ist die aktuelle CO2-Erhöhung nur die Folge und nicht die Ursache einer Temperaturerhöhung durch die Sonne.

    Tipp für die Schulämter: Sie könnten die Klimadiskussion wesentlich verbessern, wenn sie anordnen würden, dass das Thema „Phasengleichgewichte“ nicht mehr an einem Freitag unterrichtet werden darf.

    PS.: Dem Autor ist bewusst, dass der Begriff „Phasengleichgewicht von CO2“ eine starke, aber zulässige Vereinfachung ist, hinter der sich eine Vielzahl von chemischen Reaktionen verbirgt.

    1. Prima Kommentar.
      Henrik Svensmark und Nigel Calder haben die astronomische Komponente vor vielen Jahren beschrieben.
      Leider wird es nicht zur Kenntnis genommen.

  2. Drei Dinge sind für die Überpopulation in Afrika verantwortlich. Das patriarchische Prinzip der Hoheit der Männer, die Freizeit mangels Beschäftigung und die Eigenheit, den Nachwuchs als Altersversicherung zu betrachten und solange es den Regierenden nicht gelingt diese alten Zöpfe abzuschneiden, wird sich nichts ändern und es gibt ein Beispiel des Schrittes in die Moderne, das war seinerzeit Atatürk, der vor ähnlichen Problemen stand und nur durch drastische Veränderungen sein Land in die Zukunft führte und das Ergebnis kann sich doch sehen lassen im Vergleich zu vielen anderen Nahoststaaten, die sich nicht groß weiterentwickelt haben, mit Ausnahme der Ölstaaten und das ist nun dort ein Kampf zwischen reich und arm und die Entwicklung in Afrika wird auf unsere Kosten ausgetragen und das könnte uns auf Dauer große Schwierigkeiten bereiten.

  3. Neuer Flüchtlingszustrom: Seehofer reist nach Griechenland und in die Türkei

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/neuer-fluechtlingszustrom-seehofer-reist-nach-griechenland-und-in-die-tuerkei-a3015558.html

    Angesichts des Flüchtlingszustroms aus der Türkei nach Griechenland reist Bundesinnenminister Horst Seehofer gegen Ende kommender Woche mit seinem französischen Kollegen und dem zuständigen EU-Kommissar in beide Länder….ALLES LESEN !!

    Galster kommentiert

    Der Wendehals Seehofer ist jetzt vermutlich wie die anderen Regierungsmitglieder von Rothschild und Soros finanziell bedacht worden, sodass er auf den Kurs der Soros-Vasallin Merkel mit eingeschwenkt ist.

    Bei uns kann man ja ab 2015 die Grenzen nicht mehr sichern, aber merkwürdigerweise wurden deutsche Beamte des Grenzschutzes nach Saudi Arabien und in die Türkei abkommandiert um denen beim Grenzschutz zu helfen !?

    Das zeigt eindeutig, dass Deutschland von den NWO mithilfe unserer Regierung und der Altparteien zerstört werden soll !!

  4. An alle CO2-Hysteriker! CO2 stellt keine Gefahr dar, aber der massiv vorangetriebene Ausbau des 5G Netzes und der Windkraft, da unsere Wälder in Gefahr sind.

    “In Californien fallen zwischen zwei 5G Masten laufend Bienen vom Himmel. Sie sind alle tot! Dies wird ein weiterer Grund sein für das Bienensterben und zeigt die Gefahr von 5G deutlich.”

    https://www.youtube.com/watch?v=36FZtuI70q4

    Einfach nur krank! Und so was nennt sich “naturverträgliche Energiewende”:

    https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/endlich-liefern-windkraftausbau-staerken-fuer-eine-naturvertraegliche-energiewende/?wc=21735

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