Bündnis 90, die Grünen. Foto: Flickr / Metropolico.org CC BY-SA 2.0

Die Grünen haben viele Neumitglieder gewonnen und vermelden nun einen Mitgliederrekord. Vor allem im Osten habe man stark zugelegt.

Von Redaktion

Nicht nur in der Wählergunst legen die Grünen zu, auch bei den Parteimitgliedern. Inzwischen vermelden sie einen neuen Mitgliederrekord. „Wir haben jetzt 90.000 Mitglieder und damit in den letzten 20 Monaten 25.000 Mitglieder hinzugewonnen“, sagte der Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Der „grüne Baum“ sei demnach „kräftig am Wachsen. „Und am stärksten wachsen wir in Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Dort erfahren wir eine deutliche Stärkung unserer Strukturen und konnten davon im Wahlkampf profitieren“, so der Grünen-Politiker weiter.

Die Partei, die erst Anfang Mai die 80.000er-Marke knacken konnte, zählt zu den wenigen, die in den letzten Jahren zulegen konnten. Gerade die Union, die SPD und die Linken verzeichnen hingegen Mitgliederverluste infolge von Überalterung und mehr Parteiaustritten denn Neumitgliedschaften.

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Ungeachtet der Tatsache, dass die Grünen bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen schlechter abschnitten als in den Umfragen vorhergesagt, seien die Wahlen ein Erfolg. „Noch bei der Bundestagswahl lagen wir in Sachsen unter fünf Prozent und in Brandenburg genau bei fünf Prozent“, sagte Kellner. Mit diesen Wahlen habe man „einen riesigen Schritt voran gemacht“ und sei „aus dieser Angstzone um die fünf Prozent entkommen. Deshalb freuen wir uns über das Ergebnis“, so der Grünen-Bundesgeschäftsführer weiter.

Er plädierte für Gespräche mit der Sachsen-CDU über die Bildung einer Koalition. „Wir sind bereit, Verantwortung zu tragen, auch wenn es schwierig wird“, so Kellner. Es sei „vielleicht die historische Aufgabe dieser Zeit“, zu verhindern, dass die „Konservativen die Steigbügelhalter für Rechtsextreme werden“, so der Grünen-Politiker weiter. Wichtig sei dabei, dass sich die Bundes-CDU und die Spitzen der Landes-CDU „klar von der AfD distanzieren“.

Zudem müsse eine Koalition „zeigen, dass sie Veränderung will, dass sie bei der Energiewende loslegt und sich für ein weltoffenes Sachsen engagiert“, sagte Kellner weiter. Wenn alle Partner das Gemeinsame suchten, dann bestehe eine Chance.

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3 KOMMENTARE

  1. Ist doch schön für die Grünen, bringt aber den Kommunisten und den Sozialisten wenig, denn deren Stimmen haben sich lediglich verlagert, sind aber nicht mehr geworden und noch haben wir Hoffnung, daß sich die Koordinaten verschieben, denn einen linken Bodensatz gab es schon immer, der wird auch nie ganz verschwinden, umgekehrt ist es ja genauso und die sind gerade dabei sich altes Terrain zurück zu erobern und das kann gelingen, wenn man hartnäckig am Ball bleibt und unerschütterlich an sich selbst glaubt und das die anderen kein gutes Haar daran lassen, damit muß man leben, aber was stört`s die Eiche, wenn sich die Sau daran kratzt.

  2. Nun haben ja Wahlen immer noch etwas mit Wählen und Wählern zu tun. Das mag den Grünen, deren Altkader ja aus maoistischen und stalinistischen Splittergruppen stammen, gar nicht schmecken – aber es ist eben so.

    Jetzt wollen sie also „Verantwortung“ übernehmen. Nun sind aber alle markanten Inhalte des Begriffs Verantwortung, den Grünen absolut wesensfremd. Es gibt wohl keine andere Partei, die oberflächlicher, gewissenloser, gleichgültiger, sorgloser, gleichgültiger und kompetenzfreier agiert, als die Grünen.

    Und nun stellt diese ideologische Soros-Kampfmaschine auch noch gleich Forderungen an die CDU, hinsichtlich der AfD. Entweder fühlen sich die Grünen, in ihrer Selbstüberschätzung, bereits als staatslenkende Führungspartei oder sie bekommen einfach nichts mehr mit.

    Neue Parteimitglieder sind im Regelfall nicht aus selbstlosem Gemeinnutz beigetreten, sie wollen wie bei einem Schneeballsystem schnell noch ein Pöstchen in der Hierarchie, um damit Stellhebel für die eigene Versorgung zu bewegen. Bei einer Umkehr des Hypes könnte es so zu interessanten personellen Turbulenzen kommen.

  3. Über eine Milliarde Menschen auf der Welt kennen die Sage der Rattenfänger von Hameln (nach den Brüdern Grimm).
    An die 100.000 eingeschriebenen bornierten Studierten aus dem deutschen Sprachraum aber nicht.

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