Es ist an der Zeit, die Vereinten Nationen in die Schweiz zu verlegen

Washington verwehrt ausländischen Diplomaten immer wieder den Zugang zu den Vereinten Nationen in New York oder schikaniert diese. Die Schweiz wäre ein viel geeigneter Ort als Hauptsitz der Organisation.

Angesichts einer gefährlichen rechtsgerichteten und quasi-faschistischen Regierung in Washington, die Internationalismus und Konsensbildung ablehnt, ist es für die Vereinten Nationen an der Zeit, ihr Hauptquartier und die ständigen Missionen der Mitgliedstaaten an einen neutraleren Ort zu verlegen. Man kann verstehen, warum sich die UN ursprünglich in New York befand. Die Familie Rockefeller spendete das Land in der Turtle Bay am East River für den Bau des UN-Hauptquartiers. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Vereinigten Staaten in einer hervorragenden Position, um die Vereinten Nationen zu fördern, was sie nach dem Ersten Weltkrieg nicht geschafft hatten, als Washington die Mitgliedschaft im Völkerbund ablehnte.

Das Hauptquartier der Liga in Genf war eine schmerzliche Erinnerung für einige UN-Mitglieder, die sahen, dass die erste internationale Organisation der Welt, die sich der Friedensstiftung verschrieben hatte, das nationalsozialistische Deutschland, das faschistische Italien und das imperiale Japan in kläglicher Weise nicht umfasste. Obwohl die UNO die Nachfolgeorganisation der Liga war, wollte niemand daran erinnert werden, dass sich der äthiopische Kaiser Haile Selassie am Hauptsitz der Liga in der Schweiz befand und die Delegierten aufforderte, die brutale italienische Invasion und Besetzung seines Landes zu stoppen.

Die Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen wollten keine Erinnerungen an den zahnlosen Vorgänger der Vereinten Nationen. Die UNO war eine Organisation mit einem Sicherheitsrat von fünf ständigen Mitgliedern, die befugt war, die Aggression mit Gewalt zu bekämpfen. Leider hat die UN-Gastnation, insbesondere unter Donald Trump, aber in geringerem Umfang auch unter Ronald Reagan, George H.W. Bush und George W. Bush, ihre Bereitschaft bekundet, Entscheidungen der Vereinten Nationen zu missachten und den Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen zu verletzen, der das Recht der Delegierten regelt, New York frei zu betreten und zu verlassen, während sie bei den Vereinten Nationen geschäftlich tätig sind.

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Der US-UN-Vertrag, gegen den Trump ohne Zustimmung des Kongresses nicht verstoßen darf, wurde 1947 am Lake Success in New York unterzeichnet. Unterzeichner waren UN-Generalsekretär Trygve Lie und US-Außenminister George Marshall. Der Vertrag garantierte den extraterritorialen Charakter des UN-Hauptquartiers in Manhattan. Darüber hinaus garantierte sie, dass die USA die rasche Erteilung von US-Visa an ausländische Diplomaten und UN-Mitarbeiter, die durch das US-Territorium reisen, nicht behindern würden, um ihrer Verantwortung gegenüber ihren eigenen Regierungen bzw. der UN nachzukommen.

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2 Kommentare

  1. Seit wann ist das Contra-Magazin ein Sprachrohr der NWO? „eine quasi-faschistische Regierung in Washington“..
    Die quasi-faschistische Möchtegern-Regierung sitzt in der UNO, nicht in Washington.
    Habt ihr den Verstand verloren oder wart ihr immer nur controlled opposition?
    Jedenfalls ist meine monatliche Spende damit erledigt, kein Geld für die NWO!

    1. Nun, Wayne Madsen ist nicht wirklich ein Globalist. Er kritisiert eindeutig die Arroganz Washingtons quer durch sämtliche Administrationen (wie im Artikel dargelegt).
      Klar, die UNO ist in ihrer heutigen Form völlig veraltet und unbrauchbar, aber wenn die US-Politik Vertretern anderer Staaten die Visa für den Weg zum UNO-Gebäude verwehrt, weil sie selbst irgendwelche Probleme mit diesen Ländern haben, dann ist das nicht korrekt.
      Wir haben übrigens bereits mehrfach in Artikeln auch die Reform der UNO gefordert, da sie im derzeitigen Format nicht mehr den globalen Realitäten entspricht. Es braucht klare Strukturen die eine multipolare Weltordnung unterstützen und keine „Weltregierung“.

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