Der türkische Präsident hat die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die syrischen demokratischen Kräfte verurteilt.

Von Redaktion

Die Türkei habe die Vorbereitungen für eine Militäroperation in Syrien abgeschlossen, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf einer Pressekonferenz am Samstag vor seiner Abreise nach New York. Dort wird Erdogan an der 74. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen teilnehmen.

„Wir haben die Vorbereitungen [für eine mögliche Operation] entlang der Grenze abgeschlossen. Wir wollen keine Konfrontation mit den Vereinigten Staaten [in Syrien], aber wir können ihre Unterstützung für terroristische Organisationen nicht ignorieren“, sagte der Präsident.

„Ich habe [US-Präsident Donald] Trump erzählt, dass [Washington] Tausende mit Waffen beladene Lastwagen geschleust hat. Wir konnten diese Waffen nicht für Geld kaufen, aber Sie geben sie kostenlos an terroristische Gruppen weiter“, fügte Erdogan hinzu.

Erdogan kritisierte die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Syrischen Demokratischen Kräfte, eine Miliz die hauptsächlich aus kurdischen Verbänden besteht. „Gegenwärtig ist die Region fast vollständig von den Terroristen von Daesh (eine arabischsprachige Abkürzung für die Terroristengruppe des Islamischen Staates) befreit“, erklärte er. „Sie haben jedoch eine neue Gruppe namens Syrische Demokratische Kräfte erfunden. Tatsächlich unterscheidet sie sich in keiner Weise von den Selbstverteidigungskräften und der Demokratischen Union.“

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Ankara betrachtet die Selbstverteidigungskräfte als syrische Filiale der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK).

Am 7. August einigten sich die türkische und die US-amerikanische Armee darauf, ein gemeinsames Operationszentrum in Syrien einzurichten, um eine Pufferzone in Nordsyrien zu schaffen. Am 12. August traf eine erste Gruppe von US-Soldaten in der türkischen Provinz Sanliurfa ein, etwa 50 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Das Sicherheitsgebiet soll syrische Flüchtlinge aufnehmen, die aus der Türkei zurückkehren, sowie die türkische Grenze schützen. Ankara besteht darauf, dass seine Streitkräfte die Kontrolle über die Zone haben sollten.

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One thought on “Erdogan: Die Türkei beendet die Vorbereitungen für den Einsatz in Syrien”

  1. Rudert da nicht einer schon etwas zurück, denn auf seine russischen Nachbarn kann er sich im Ernstfall nicht verlassen und die Osmanen sind ja im Nahen Osten auch nicht jedermanns Sache und so wird man dann aus der Not heraus wieder etwas bescheidener, was kein Fehler ist, denn der Mensch lebt nicht nur von der Beliebtheit nach innen allein, wer sich halten will sollte auch auf äußere Umstände achten, denn sonst kann man schnell zwischen zwei Stühlen sitzen, denn bestimmte Eskapaten können sich nur ganz wenige leisten, der Rest schwimmt eben mit, weil es nicht nur gesünder ist, sondern auch zweckvoller, wenn es um eigene Interessen geht.

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