Der Krieg der USA gegen den Nahen Osten geht weiter

Unterschiedliche, möglicherweise unzuverlässige Berichte behaupten, dass Saudi-Arabien am 18. September iranisch unterstützte Streitkräfte an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak angegriffen habe. Während Israel „beschuldigt“ wurde, ähnliche Angriffe auf al Bukamal und im Irak gestartet zu haben, hat Israel seine Beteiligung nicht offiziell zugegeben.

Unabhängig davon, ob die Berichte über die saudische Aggression um al-Bukamal zuverlässig sind oder nicht, zeigt die Konfliktkarte, dass die Vereinigten Staaten, Israel und Saudi-Arabien vor einer erheblichen und wachsenden Herausforderung stehen, ihre bestehende Hegemonie über Öl, Gas und Ressourcen im Nahen Osten aufrechtzuerhalten.

Besorgt über die „Demokratisierung der Gewalt“, nachdem Low-Tech-Drohnen relativ erfolgreich zwei saudische Ölterminals in Brand gesteckt hatten, sieht sich Washington nun einer direkten Bedrohung seiner Autorität als „Polizist der Welt“ gegenüber und wird ohne Zweifel gezwungen sein, darauf zu reagieren.

Zwar haben die USA und Saudi-Arabien gegenüber dem Iran noch keine offensichtlichen und unmittelbaren militärischen Maßnahmen ergriffen (abgesehen von den oben genannten potenziellen Proxy-Angriffen), doch besteht politischer Druck, sodass jetzt eine gewisse Reaktion erforderlich ist. Der Iran hat gezeigt, dass er die US-Sanktionen nach der doppelten Beendigung der JCPOA durch die USA erfolgreich umgehen kann und der Iran hat wirksame Allianzen im gesamten Nahen Osten geschlossen. Die jüngsten Probleme mit den Ölterminals in Saudi-Arabien verdeutlichen daher nur die Notwendigkeit zu handeln – zumindest in Washingtons Augen!

Aber zuerst einige Hintergründe. Seit 2018 sind Washingtoner Analysten und Vertragsstrategen besorgt über den schiitischen Halbmond * im Nahen Osten und dessen wachsende Kohärenz als strategischer, taktischer und militaristischer Block. Zum Beispiel waren die Kämpfer von Liwa Fatemiyoun von entscheidender Bedeutung, um die von Saudi-Arabien unterstützten ISIS-Streitkräfte in Zentralsyrien zu besiegen und zur großen Bestürzung Washingtons, Assad zu stürzen. Ebenfalls wirksam – und im Namen der legitimen syrischen Regierung kämpfend – ist die Liwa-Zainebiyoun-Brigade, die jetzt eine kohärente Streitmacht gegen den IS in Syrien ist und daher Washington und Saudi-Arabien große Sorge bereitet.

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