Donald Trump und Boris Johnson - Bild: public domain

Auf internationaler Ebene wird das politische und diplomatische Klima immer rauer. Das wirkt sich auch auf die zwischenstaatlichen Beziehungen aus.

Die moderne Diplomatie lässt sich im Allgemeinen auf das späte 19. Jahrhundert und die Fürsprache von Berufsdiplomaten in den Außenbeziehungen zwischen Groß- und Kleinmächten der damaligen Zeit zurückführen. Die internationalen Verhandlungen zur Lösung der Probleme wurden in erster Linie von Diplomaten geführt, bevor die Politik Friedensverträge und -pakte verabschiedete. Der Berliner Kongress von 1878 und der Vertrag von 1905 von Portsmouth (New Hampshire) halfen bei der Lösung des russisch-türkischen bzw. des russisch-japanischen Krieges.

Diese frühen diplomatischen Bemühungen würden schließlich zu Verträgen zur Gründung des Völkerbundes, des Internationalen Gerichtshofs und der Vereinten Nationen sowie zu einer Reihe regionaler und spezialisierter internationaler Organisationen führen. Jede dieser internationalen Agenturen hat ein Korps internationaler Diplomaten ins Leben gerufen, die sich größtenteils dafür einsetzten, Streitigkeiten zwischen Nationen durch Verhandlungen und nicht durch bewaffnete Konflikte auszuräumen. Die Lehren aus den Ersten und Zweiten Weltkriegen gaben den Nationen den Anstoß, sich eher zum Dialog als zum Krieg zu bekennen.

In den letzten Jahren hat auf der Welt die Anti-Diplomatie zugenommen, die durch das Auftreten politischer Akteure auf der Weltbühne ausgelöst wurde, die alle unter dem Motto „Populismus“ agieren. Aristoteles definierte einen Tyrannen als jemanden, der ausschließlich zu seinem eigenen Nutzen und zu seinem eigenen Vorteil und Vergnügen regiert. Die Welt hat in den letzten Jahrzehnten einen stetigen Aufstieg solcher Tyrannen erlebt. Was alarmierend ist, ist, dass Tyrannei und Anti-Diplomatie in ehemals demokratischen Nationen mit traditionellen Regierungssystemen von Präsidentgesetzgebung und Parlament zunehmend florieren.

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1 KOMMENTAR

  1. Was heißt denn Diplomatie, das ist nichts anderes als das Verstecken von Gefühlen und Regungen dem anderen gegenüber, der eine höhere Position besitzt und diese dann zum Nachteil des „Diplomaten“ einsetzen kann und ist im Prinzip ein Relikt aus uralten Zeiten, wo der Adel und der Klerus noch das Sagen hatte und über Wohl und Wehe entscheiden konnte und dieses Duckmäusertum ist heute nicht mehr angebracht, denn das kann man mit Anstand und Würde ersetzen und unterschiedliche Meinungen muß man ja nicht gleich mit der Flinte austragen, aber Ehrlichkeit ist auch nicht zu unterschätzen, wenn man nicht gerade übertreibt und ist heute zeitgemäßer als das Verhalten früherer Zeiten, was im übrigen nur in höheren Kreisen stattfand, das gemeine Volk war damals schon genauso direkt wie heutzutage, nur sind die nicht zur Kenntnis genommen worden, bis es dann irgendwann mal zu Revolutionen kam und vieles verändert hat, auch die Diplomatie, als Farce, aber genauso unanständig wie früher nur mit lächelnder Geste.

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