Vor allem in ärmeren traditionell katholischen Ländern missionieren evangelikale US-Gemeinschaften wie Baptisten, Adventisten und dergleichen höchst erfolgreich. Das führt zu dramatischen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen.

Von Marco Maier

Die diversen christlichen Gemeinschaften, die in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits erheblichen Einfluss auf die Politik nehmen, haben einen enormen Missionierungseifer. Den nehmen sie seit vielen Jahren auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern wahr. Vor allem in den traditionell katholischen Ländern dort stoßen sie auf offene Ohren, zumal die Katholische Kirche sich im Lauf der Jahrhunderte nicht wirklich mit Ruhm bekleckerte.

Jair Bolsonaro. Bild: Janine Moraes / Câmara dos Deputados CC BY 3.0 br

Inzwischen ist es beispielsweise bereits so, dass im einst als „größtes katholisches Land der Welt“ bezeichneten Brasilien nur noch knapp drei Viertel Katholiken sind. Ein Fünftel der Brasilianer gehört inzwischen bereits diversen anderen (zumeist protestantischen bzw. evangelikalen) christlichen Gemeinschaften an. Auch hier haben insbesondere die US-amerikanischen Missionare einen Umschwung geleistet. Wie sehr die Macht der Evangelikalen in den letzten Jahren anwuchs, zeigt auch dieser Artikel in der „Welt“. Präsident Jair Bolsonaro ist einer dieser Evangelikalen an der Macht, US-Vizepräsident Mike Pence ein anderer.

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2 thoughts on “„Christen-Taliban“ – Auf dem Weg zu christlichen Gottesstaaten”

  1. Ein besonders trauriger Fall war in Guatemala die Unterstützung des Diktators Rios Montt durch US-amerikanische rechtskonservative religiöse Organisationen. Die größte Missionsgesellschaft der Welt „Youth With a Mission“, gegründet von Loren Cunningham, unterstützte offen Herrn Montt, weil dieser ein Evangelikaler war. Peinlicherweise gab es unter der Regierung Montt viele Massaker an der Urbevölkerung von Guatemala.
    So hat das tumbe charismatisch-evangelikale Denken „Evangelikal gut, Nichtevangelikal böse“ dazu geführt, das die politische Naivität der Führer einer charismatisch-evangelikale Missionsgesellschaft Rückendeckung für Massaker gegeben hat.

  2. Traurig, daß hier so schlecht recherchiert wurde und es auch nur einen Kamm gab.
    Klar ist das evangelikale Us-Amerika die Baustelle!
    Doch diese ist mittlerweile katholisch-jesuitisch unterwandert. Siehe deren Aussagen: „The Protest is over“ — und folgend der Schulterschluß mit dem Vatikan.
    Genau dieser Vatikan, welcher dann auch die Welt_Religionen vereinen wird, natürlich unter seiner Führung, was sonst.
    Man kann auch die simplen, wie offensichtlichen „Indizien“ nehmen und mal hinschauen, wer denn so alles, aus Religion UND Politik den Ring des „auserwählten Hirten“ küßt …

    Auch das erweitert den Horizont, selbst wenn man das nicht glauben mag – das mit dem Küssen und auch mit der Symbolik dahinter, wenn man sich an diverse Kausalketten halten mag.

    Halten wir ein Auge darauf und sind wachsam
    und schauen, wo die Verbündeten sind
    und sie nicht wie das Kind mit dem Bade …

    Alles Liebe,
    Ralf.

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