Die Teilnehmer des SCO-Gipfeltreffens 2019. Bild. kremlin.ru

Immer mehr Länder erkennen, wie unzuverlässig die USA in Verträgen sind und wie sehr sie auf Erpressung und Drohung setzen, um sich selbst Vorteile zu verschaffen. Das Dreieck China, Russland und Iran wird zu einer Basis einer neuen geopolitischen Ordnung.

In einem kürzlich erschienenen sehr aufschlussreichen Artikel argumentierte der Analyst Alistair Crooke, dass die Vereinigten Staaten institutionell nicht in der Lage seien, einen substanziellen Deal mit dem Iran abzuschließen. Vor der kürzlichen Streichung des nationalen Sicherheitsberaters John Bolton argumentierte Crooke, dass jahrzehntelange Sanktionen zu einem „Knoten“ geworden seien, der nur schwer, wenn nicht gar unmöglich zu entwirren sei.

Die Entfernung von Bolton ist sicherlich ein Faktor für die potenzielle Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran, aber es gibt andere Faktoren, die die Art der Beziehung zwischen den beiden Ländern langfristig beeinflussen werden. Diese Faktoren beziehen sich sowohl auf die Vergangenheit als auch, nach Ansicht des Autors, auf die Zukunft.

Herr Bolton wurde 1948 geboren. Er war daher ein sehr kleines Kind, als die britische und die amerikanische CIA den Putsch vollzogen, der den iranischen politischen Führer Mossadeq 1953 entließ und ihn durch den Schah ersetzte, der mit despotischem Terrorismus regierte, bis er seinerseits durch die islamische Revolution von 1979 gestürzt. Insbesondere die Amerikaner haben den Iranern diesen Putsch nie vergeben und führen seitdem in der einen oder anderen Form einen Krieg gegen dieses Land.

Das JCPOA-Abkommen von 2015 zwischen den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern (offensichtlich einschließlich der Vereinigten Staaten) und der Europäischen Union hat eine Lösung für die lange schwelende, wenn auch falsche Argumentation der angeblichen nuklearen Ambitionen des Iran gefunden. Der einseitige amerikanische Rückzug bestätigte einfach in kürzester Zeit die iranische Skepsis gegenüber der Integrität der US-Außenpolitik.

Trotz positiver Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde, dass der Iran seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkam, zogen sich die Vereinigten Staaten im Mai 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück. Ob der Rückzug auf israelischen Druck, Trumps eigene eigenwillige außenpolitische Initiativen, andere Faktoren oder eine Kombination mehrerer dieser Faktoren zurückzuführen war, ist im Wesentlichen irrelevant. Für die Iraner und in der Tat für viele andere Länder bestätigte es lediglich die Richtigkeit der Feststellung des russischen Präsidenten Putin, dass die Amerikaner „nicht vereinbarungsfähig“ sind. Die Folgen des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus dem Abkommen hatten eine Reihe wichtiger Konsequenzen.

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1 KOMMENTAR

  1. Mit diesen Amerikanern wird es immer
    schwieriger Verträge abschließen die dann
    auch eingehalten werden.
    Hier werden die Partner im Osten China und Russland bevorzugt genommen.
    Diese Länder merken natürlich die Unzuverlässigkeit
    Gruß Peter Milbers

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