In Deutschland nehme die Islamfeindlichkeit immer weiter zu, beklagt die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli. Muslime würden massivst abgelehnt.

Von Michael Steiner

Sawsan Chebli, ihres Zeichens Berliner Staatssekretärin mit Wurzeln in Palästina, beklagt eine wachsende Islamfeindlichkeit in Deutschland. „Muslime gehören nach Sinti und Roma zu den am meisten abgelehnten Minderheiten in Deutschland“, sagte Chebli der „Welt“. Sie selbst erlebe Anfeindungen, wie sie sie zuvor nie erlebt habe. „Meine Schwestern, die ein Kopftuch tragen, werden angegriffen, Kopftücher werden vom Kopf gerissen, Kopftuchträgerinnen angespuckt.“

Auch auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt würden Muslime diskriminiert. Sie kämpfe für ein „Deutschland ohne Rassisten, Antisemiten und Muslimhasser. Das stört alle, die ein homogenes Deutschland wollen“, sagte Chebli mit Blick auf heftige Reaktionen auf ihre Beiträge bei Twitter. Sie wünsche sich wieder „mehr Respekt für die Pluralität von Lebensentwürfen“, ohne gegenseitige Abwertung.

„Für sie verkörpere ich alles, was es aus ihrer Sicht nicht geben soll: eine Muslima, die für sich beansprucht, genauso Deutsche zu sein wie sie. Eine Muslima, die ein politisches Amt bekleidet und in diesem Land Karriere macht“. Sich selbst bezeichnete die Sozialdemokratin als „praktizierende Muslima“ und stellte klar: „Ich möchte, dass jede Frau frei entscheiden kann, ob sie das Kopftuch trägt oder nicht.“ In der Einwanderungsgesellschaft biete das Grundgesetz eine „hervorragende Basis für die Verwirklichung unterschiedlichster Lebensentwürfe“.

Chebli selbst eckte immer wieder mit ihren Aussagen an. Erst vor einem Jahr forderte sie auf Twitter zu mehr Radikalität auf – und musste schnell wieder zurückrudern.

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In einem Interview mit der FAZ vor drei Jahren sagte sie: „Mein Vater ist ein frommer Muslim, spricht kaum Deutsch, kann weder lesen noch schreiben, ist aber integrierter als viele Funktionäre der AfD, die unsere Verfassung in Frage stellen.“ Auch das stieß auf massive Kritik, weil sie so die Integrationsbemühungen untergrub.

 

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3 thoughts on “Chebli: Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu”

  1. Sie scheint hier etwas durcheinander zu bringen, was aus ihrer Sicht vielleicht sogar noch verständlich ist, aber nicht wir sind hier eingewandert, sondern schon seit über 2000 Jahren hier ansässig und in dieser Zeit hat sich unsere Kultur geprägt und wer hier rein will, hat sich eben anzupassen und genau das tun sie nicht und wollen uns ihre Gepflogenheiten stückchenweise überstülpen und das ist vergleichbar mit einem Hausbesitzer, der Gäste einläd und dann feststellen muß, das sie in seinen eigenen vier Wänden das Kommando übernehmen, das läßt niemand zu auf der Welt und warum sollen wir eine Ausnahme sein und jene die sich verspekuliert haben mußten ja in ihrer Geschichte leidvoll erfahren wo sie gelandet sind und das gilt es zu verhindern und das hat auch nichts mit Hass und Hetze zu tun, das ist ein bolschewistischer Kampfbegriff um die Gegenseite zu verunglimpfen und das müssen wir uns dazu hin auch noch gefallen lassen.

  2. “ Sich selbst bezeichnete die Sozialdemokratin als „praktizierende Muslima“ und stellte klar: „Ich möchte, dass jede Frau frei entscheiden kann, ob sie das Kopftuch trägt oder nicht.“
    Zweiter Satz, dummschlau: damit aber auch jede den Fuß wischen den ersten Türspalt kriegt.

    Wo bleibt denn dann übrigens die deutsche Leitkultur?

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