Auch in Deutschland: Insekten- und Vogelsterben

Das große Insekten- und Vogelsterben geht auch in Deutschland weiter. Die Auswirkungen auf die Menschheit werden schwerwiegend sein.

Von Marco Maier

Aufgrund mehrerer Ursachen geht die Anzahl an Insekten in Deutschland bereits seit Jahrzehnten deutlich zurück und damit auch der Bestand an insektenfressenden Vögeln. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Neben den zunehmenden Monokulturen im landwirtschaftlichen Bereich, dem teils massiven Einsatz von Pestiziden, der wachsenden zubetonierten Fläche im urbanen Raum spielen auch weitere kleinere Faktoren eine Rolle.

Zwar sehen die rund 1.200 Tonnen an Insektenbiomasse in Deutschland die an den Windrotoren für die Stromerzeugung verloren gehen gegenüber den weiterhin rund 400.000 Tonnen an von Vögeln gefressenen Insekten nur gering aus, doch diese Windräder töten jährlich auch bis zu 200.000 Vögel (wobei weitere rund 18 Millionen Vögel an den Glasscheiben sterben, in die sie fliegen). Dennoch summiert sich das Ganze auf.

Laut einer erst vor wenigen Jahren veröffentlichten Studie hat sich die Insektenmasse an 63 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz von 1989 bis 2016 um durchschnittlich 76 Prozent reduziert. In den anderen Bundesländern (bis auf die eher insektenarmen Stadtstaaten) dürfte das Ergebnis nicht viel anders aussehen.

Man mag zwar Insekten wie Fliegen, Mücken oder Kakerlaken für entbehrlich halten, doch im globalen Ökosystem – in der Nahrungsmittelkette – spielen sie eine wichtige Rolle. Umso schwerwiegender ist die Rate der Vernichtung der Artenvielfalt. Die sich rapide verändernden Lebensbedingungen (z.B. Monokulturen) sorgen dafür, dass nur die anpassungsfähigeren Insekten und Vögel überleben. Und gegen die Pestizide? Da entwickeln zumindest einige der Insekten Resistenzen, während andere einfach ausgelöscht werden.

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Über kurz oder lang wird die Menschheit eine Lösung für das Problem finden müssen oder mit ernsthaften und schwerwiegenden Konsequenzen konfrontiert sein.

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3 Kommentare

  1. Stirbt die Fliege im ungleichen Verhältnis, stirbt der Mensch und das geht schon seit Jahren so und die wenigsten wollen es begreifen und jagen anderen unnützen Dingen nach und die Zerstörung geht weiter durch die Überpolulation und dem begleitenden Artensterben und das sprechen sie vom modernen Menschen, dumm wäre bezeichnender und sie werden es noch zu spüren bekommen.

  2. Vor unserem Haus steht ein rot blühender Sommerflieder. Vor Jahren noch konnten viele Schmetterlinge, Bienen aller Art und Hummeln beobachten. Dieses Jahr sieht man höchstens nur noch ab und an einen Weißling. Wir wohnen neben einem großen Kurpark mit naturnahen Wiesen und zahlreichen Bäumen. Und trotzdem sind die Insekten verschwunden.

  3. Insekten und kleine Tiere sterben an der Mikrowellenstrahlung der Sendemasten (4G,5G).
    Könnt ihr alles erdaddeln mit euren Gugglern.
    Grössere Tiere werden ausgerottet durch schiesswütige Freizeit-Tiermörder.
    Bei uns gibt es keinen einzigen Hasen,Fuchs,Dachs,Reh und Wildschwein mehr. Alle umgebracht.

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